Donnerstag, 3. Oktober 2019

Tagesausflug in den Gaiazoo in Kerkrade

Am 1. Juli 2005 eröffnete der Gaia-Zoo in Kerkrade.
Am 29. September 2001 bin ich nach Erkelenz gezogen.
Am 2. Oktober 2019 waren Walter und ich zum ersten Mal dort.
WIESO HAT DAS EIGENTLICH SO LANGE GEDAUERT, WILL ICH WISSEN!

Der Zoo liegt so nah, ist relativ gut zu erreichen (vor allem mit Navi und dank ziemlich guter Ausschilderung) und wir hatten das Glück, eine zweite Eintrittskarte umsonst zu bekommen.

Der Name "Gaia" stammt aus der griechischen Mythologie und ist dort die personifizierte Erde und eine der ersten Gottheiten. Ein sehr passender Name für einen Zoo, der mit der Tundra, der Savanne, dem Regenwald und der Heimat (hier also Limburg) einen Teil der Erde samt seiner Tiere zeigt.
Eine sehr ansprechende Vielfalt tummelt sich da so auf den 25ha und wir haben dort sehr kurzweilige 5 Stunden verbracht. Und hier die fotografische Aubeute (für uns gab es dreimal sehe leckeren Kaffee und einmal Pommes. Preise erstaunlich human für einen Zoo, Qualität sehr gut. Eintritt kein Schnäppchen, aber macht man ja auch nicht jeden Tag).

Na dann mal herzlich Willkommen!
Kenn ich den?

Ich schnäbel ihn mal an.








Was für ein Gewusel! Was da übrigens nicht aussieht, wie ein Waschbär
ist auch keiner. Sie teilen sich das Gehege mit Stinktieren.


Können diese Augen lügen? Aber hallo!




Dieser Wolf hat nur ein Auge.


Bad hair day? Ich doch nicht!



Na, da mögen sich zwei wohl gerne. 




Da sitzt Essen in meinem Essen! 



Kann man hier jetzt nicht erkennen, aber dieser Esel hat perfekt
rückwärts eingeparkt!


Hat die Tierpflegerin das auch ordentlich gemacht? Nee, da ist doch noch was gut!

Hej, meinst du mich?






















 










Als hätte ich den mitnehmen wollen, wenn ich es hätte können. Ich doch nicht!



Ihr könnte ja mal nachzählen, ob es 400 sind. Einfach die Beine zählen und durch zwei teilen.
Mal gucken, ob irgendwo ein Aas da ist! Ja, war es. Wir haben die Fütterung der Hyänen sehen können.


Mittwoch, 11. September 2019

Linnicher Spendenlauf zugunsten von "Alle lieben Schmidt" und "Running for Kids"

Ach ja, ich weiß: ich bin alt. Zu alt für diesen Mist. Und ich mag auch diese hippe Sprache echt nicht. Für mich ist ein "save the date" einfach noch ein "schreib es dir in den Terminkalender und denk dran!"
Hier aber dann halt doch ein


SAVE THE DATE

LINNICHER SPENDENLAUF


Spendenlauf zugunsten ALS-Alle Lieben Schmidt e.V. und Running for Kids (von Peter Borsdorff).

21. September 2019
Sportplatz, Bendenweg, 52441 Linnich

Zeit zum Laufen hat man übrigens zwischen 10 und 14 Uhr!!!

Wir freuen uns auf viele gemeinsame Runden mit euch für den guten Zweck, egal welche Geschwindigkeit.

Walter und ich waren im vergangenen Jahr dort, war eine sehr schöne Veranstaltung und wir werden auch dieses Jahr alles dran setzen, wieder mitzulaufen, in der Hoffnung, dass mein Muskelfaserriss bis dahin wieder verheilt ist!

Montag, 19. August 2019

„Bogen om verden“ oder „Warum gibt es uns?“ von Johan Olsen


Normalerweise rezensiere ich keine Bücher, die es nicht auf Deutsch gibt. Aber nachdem mich Johan Olsen wissen ließ, dass es dieses Jahr noch in der Übersetzung erscheint, kann ich das guten Gewissens machen: am 21. August erscheint sein Buch „Bogen om Verden“ in Deutschland unter dem Titel „Warum gibt es uns?“. Ich habe das Buch im dänischen Original gelesen, beziehe mich also darauf. Ich habe mir nämlich außerdem den Spaß gegönnt, das Buch komplett selbst zu übersetzen, so sind auch alle Zeilen, die ich aus dem Buch „zitiere“ von mir übersetzt und stammen nicht aus der deutschen Fassung.

Zu Johan Olsen kam ich per Zufall. Beim Training auf dem Spinningbike hörte ich „For evigt“ von Volbeat. Den dänischen Teil sing ein gewisser Johan Olsen. Da ich seine Stimme toll fand, habe ich ihn im Internet gesucht, weil ich noch mehr Musik von ihm hören wollte. Und war verwirrt. Unter dem Namen Johan Olsen fand ich nämlich unter anderem einen Biochemiker selben Namens. Und ich brauchte tatsächlich keinen Uni-Abschluss, um festzustellen, dass es ein und derselbe ist. Ja, Johan Gotthardt Olsen ist enorm vielseitig: Musik (mit seiner Band Magtens Korridorer macht er eine Mischung aus Rock und Punk, mit Pligten Kalder Jazz, dazu singt er immer wieder als Gastsänger bei dänischen Bands), Biochemie (er hat einen Ph.D. in Proteinkristallographie und arbeitet an der Universität von Kopenhagen), Fernsehen (er präsentiert unter anderem in zwei Staffeln der Serie „Store Danske Videnskabsfolk“ die größten Dänischen Naturwissenschaftler), Hörbücher (unter anderem liest er auch sein eigenes) und und und.

Und genauso vielseitig wie er, ist auch sein Buch. Beginnend mit dem Urknall, erklärt er die Schwerkraft mithilfe von Sahnetorte und einem von einem Regal fallenden Becher, Moleküle funktionieren ähnlich wie Legosteine, die Planeten im Universum bewegen sich voneinander weg, wie Rosinen in einem aufgehenden Hefeteig - und nicht zuletzt lässt er für den Leser die letzen Seiten des Buchs frei, damit der selbst noch etwas beitragen kann (Wenn dir der Platz nicht reicht, kleb noch mehr Seiten rein. Als ich das Buch geschrieben habe, war ich der Chef, jetzt bist du es). Über sich selbst („ich kenne dich ja nicht persönlich“ und „du weißt über dich ja am besten Bescheid“) oder über Themen, die er selber nicht behandelt hat („Das Riesenfaultier, über das habe ich gar nichts geschrieben, fällt mir gerade auf“). Ich mag seine Art, wie er den Leser einbezieht, sehr gerne. Immer wieder enden Kapitel mit dem Vermerk, dass auf diesem Feld der Forschung noch sehr viel zu tun ist, also für den Leser, falls er sich für eine Laufbahn in der Wissenschaft entscheiden sollte. Olsen selbst wusste wohl schon in der Grundschule, dass er unbedingt Naturwissenschaftler werden wollte.

Ich fand das Buch im Original sehr gut geschrieben, über die Qualität der Übersetzung kann ich nichts sagen. Man liest die Begeisterung des Autors in jeder Zeile, die Begeisterung für die Themen, aber auch die Freude am Erklären - und das kann der Vater von vier Kindern meiner Meinung nach wirklich sehr gut. Ich kann zwar immer noch nicht sagen, ich hätte die Quantentheorie oder die Relativitätstheorien verstanden – aber wenigstens weiß ich jetzt in etwa, worum es geht.

Und immer wieder kann man das Augenzwinkern des Autors ahnen, wenn er an den Themen auch noch etwas Witziges findet. Wie zum Beispiel bei imaginären Hamsterfreunden, oder dass er dem ersten Säugetier (dem Morganucodon) einfach den Namen „Emil“ gibt, weil es dafür keinen dänischen Ausdruck gibt und weil Emil sein Urgroßvater hieß. Laut lachen musste ich auch beim Nachsatz bei der Erklärung der Schwerkraft (bei dem Versuch lässt man einen Becher von verschieden hohen Regalbrettern auf eine Sahnetorte fallen und misst dann die Tiefe der Krater im Kuchen): „Du und deine Familie oder Freunde könnt jetzt gern den Kuchen aufessen. Aber erst, wenn ihr die Tiefe der Krater vermessen habt.“
Oder bei der Erklärung der Wahrnehmung. Der Mond wirkt direkt über dem Horizont viel größer als weiter in Richtung Zenit. Das ist aber eine optische Täuschung. Die kann man leicht beweisen, indem man jede halbe Stunde ein Foto macht und diese dann an einem Bildschirm vergleicht. „Mach alle halbe Stunde ein Foto, solange du wach bleiben kannst. Wissenschaft verlangt manchmal Opfer.“

Ich hatte auf jeden Fall mit dem Buch enorm viel Spaß, allerdings noch mehr Spaß hatte ich mit dem von Johan Olsen selbst gelesenen Hörbuch. Alles in allem für mich ein mehr als gelungenes Werk, ein Buch für Kinder ab 11 Jahren, aber für mich durchaus auch lesenswert und, vermutlich auch auf Deutsch, eine absolute Lese-Empfehlung!

Dienstag, 16. Juli 2019

Liebe Lotta,

Schon wieder ein Jahr mehr ohne dich, im neunten Jahr jetzt mal ein neuer Blogeintrag und kein Anhängsel an den anderen.

Was hier alles passiert ist, weißt du ja, da muss ich dir nichts erzählen. War eine Menge los, nä? Zu viel für meinen Geschmack, ganz eindeutig zu viel. Gutes und weniger Gutes und, naja, auch so richtig Bescheidenes. Ja, ich übe mich in gepflegter Ausdrucksweise, aber inzwischen kann ich auch gepflegt auf dänisch fluchen. Ich denke, du hättest daran Spaß.

Und ich hab dich so sehr vermisst, hätte deinen Rat und deine Freundschaft so unendlich dringend gebraucht. Deine Meinung und Einschätzung zu allem, was sich hier so verändert hat, wie ich mich verändert habe. Wäre so schön gewesen, wenn ich mit dir über alles hätte reden können, mal eine andere Sichtweise erfahren.

Und jemanden, der meinen Weg begleitet, jemanden zum Anlehnen und Ausheulen hätte ich mehr als einmal gebraucht. Und wen zum Reden und Lachen. Und zum Musikhören und synchron-Fernsehen bei der Damen Fußball-WM. Einfach dich. Es ist so einsam hier.

Und wie jedes Jahr noch ein musikalischer Gruß. Dieses Jahr aus deiner nächsten Nähe, aus Dänemark. Von Rasmus Seebach aus seinem Lied „Flyv lille fugl“:



Flyv lille fugl
Tag mit hjerte
Det jeg egentlig prøver at sige
Er held og lykke

Flieg, kleiner Vogel
Nimm mein Herz mit
Was ich eigentlich zu sagen versuche:
Viel Glück





und liebe Grüße an M.

Freitag, 28. Juni 2019

Vier Tage Urlaub – reicht!

Von Montag bis Freitag in Urlaub fahren? Also knapp fünf Tage? Nur? Andere lachen über sowas, ich muss aber sagen: mir reicht das vollauf. Erholung? Nein, für mich ganz sicher nicht. Eher wegfahren, um was zu erleben. Und um mich dann hinterher zu Hause wieder zu erholen.

Erlebt haben wir dieses Mal im Holland-Urlaub einiges. Ja, stimmt. Wir sind nicht mal 100 Kilometer weit weg verreist. Aber trotzdem: es ist eine andere Umgebung, ja, eine andere Sprache – Ausland! Wir waren in Horst an de Maas, im Centerpark Limburgse Peel. Da waren wir schon oft, da kennen wir uns aus und im Rahmen meiner bescheidenen Möglichkeiten fühle ich mich da auch wohl. Es ist ja kein Geheimnis, dass ich am liebsten in meinen eigenen vier Wänden bin. Trotzdem habe ich es dieses Jahr mal wieder gewagt, für mehr als einen Tag wegzufahren.

Und ja, es hat sich gelohnt. Am Montag waren wir, noch bevor wir unseren Bungalow beziehen konnten, in Horst und haben uns etwas angesehen, das sich „Mind Mystery“ nennt. Was es genau ist, kann man nicht so richtig sagen. Ein Museum ist es nicht, ein Adventure ist es aber auch nicht. Es ist eine Ansammlung von Dingen, die das Gehirn ganz schön durcheinanderbringen. Optische Täuschungen auf Bildern, aber auch zum Erleben. Kleine Experimente mit Formen und Farben, wo genaues Hinschauen manchmal ein anderes, aber genauso falsches Ergebnis ergibt. Ein Euler-Ring zeigt die Kreiselphysik, dazu reichlich Bilder von M. C. Escher und natürlich das Highlight: das komplett auf dem Kopf stehende Haus. Unglaublich, wie sich die Sinne irritieren lassen!

Das Mind Mystery ist für alle, die optische Täuschungen mögen und sich gerne auf Sinnestäuschungen und Sinnes-Experimente einlassen ein echter Geheim-Tipp. Es wurde erst im vergangenen Oktober eröffnet, ist leicht von der Autobahn aus zu erreichen, hat massig Parkplätze direkt vor dem Haus. Uns führte der Chef persönlich über das Gelände und durch die Sammlung und als er merkte, dass wir des Niederländischen nicht ganz so mächtig sind, gab er sich enorm viel Mühe, uns alles auf Deutsch zu erklären. Für den Eintritt gibt es Zeitfenster, aber wenn man dann drin ist, kann man sich dort nach Belieben aufhalten (natürlich im Rahmen der Öffnungszeiten).

 nein, ich stand NICHT auf irgendwas. Ich bin GEWACHSEN!


Dish of the day - oder "isser nich lecker?"
Das kann dann mal weg

Für so eine Dunstabzusghaube würde ich töten!


Nach dem Mind Mystery waren wir noch kurz im Ort einkaufen, dann bezogen wir unser Domizil. Im Moment ist im Park Limburgse Peel sehr viel im Umbau. Viele der Häuser sind schon renoviert, ein Streichelzoo und eine neue Minigolf-Anlage sind dazugekommen. Ich muss allerdings sagen, dass wir dieses Mal keine der Park-Einrichtungen benutzt haben, auch die Aktivitätengutscheine haben wir verfallen lassen. Mir ist es im Schwimmbad generell zu kalt (sowohl das Wasser als auch die Umgebung) und da wir im Bungalow eine Infrarot-Sauna hatte, war auch die eher einfach gehaltene Sauna des Parks weniger reizvoll, einen Tag war das Schwimmbad auch wegen eines technischen Defekts nachmittags geschlossen. Leider kann man für die Gutscheine auch nicht mal mehr Minigolf spielen.

Wir hatten einen 2-Personen-VIP-Bungalow gemietet. Der besteht aus Wohn-Esszimmer mit offener Küche, Schlafzimmer, einem extra Raum mit Sauna, Badezimmer, T
oilette separat und einem kleinen Abstellraum. Zum Bungalow gehört morgens Brötchenservice, 3 Brötchen pro Person (einen Tag gab es Croissants und einen Tag Rosinenbrötchen), damit konnte man den ganzen Tag auskommen. Wir hatten unsere eigene Senseo-Kaffeemaschine dabei, Centerparks hat seit einigen Jahren leider einen Vertrag mit Nespresso und das unterstützen wir nicht.

Der Bungalow war sauber, das WLAN funktionierte auch. Meckergrund: unser Klo war verstopft und die Abflüsse im Bad gluckerten (wegen der verstopften Toilette und es roch dann eher *örgs*). Aber nachdem wir es gemeldet hatten, kam ein Mitarbeiter und danach war es zumindest besser.

Am Dienstagmorgen war ich 12 Kilometer auf bekannten Wegen (nach America und Meterik) laufen und im Anschluss waren wir in Horst. Dort ist dienstags Wochenmarkt, außerdem wollten wir eine neue Wanderkarte bei der Tourist-Info kaufen. Anschließend erstand ich in einem Sportgeschäft, das wir im Internet gefunden hatten, ein paar neue Laufschuhe. Wieder im Park angekommen, sind wir eine sehr schöne Runde durch den Wald gewandert, mitten im Wald ist eine Sandkuhle, alles in allem erinnert es mich landschaftlich sehr an Südengland. 10km wandern – je 8 Mückenstiche für Walter und mich. Sehr schöne Ausbeute. NICHT!

Und danach war das schöne Wetter leider auch schon vorbei. Ab Dienstagabend hatten wir Gewitter mit Starkregen und Sturm, dazu fielen auch die Temperaturen auf unter 20 Grad. Also fuhren wir Mittwoch nach Nuenen, einen Ort in Brabant, der mit „Van Gogh Village“ für sich Werbung macht. Eher zu Unrecht. Okay, der Ort ist im Moment fast eine komplette Baustelle, dazu waren im Park die Wege wegen des nächtlichen Sturms zum Teil gesperrt. Aber insgesamt bietet der Ort nicht wirklich viel Sehenswertes, die Ausstellung im „Vincentre“ haben wir allerdings nicht angeschaut, vielleicht wäre die ja ganz toll gewesen. Als bekennender Van-Gogh-Fan ging ich allerdings mit einem sehr schönen Bildband und einem Brillen-Etui mit meinen Lieblingsbild „Starry night“ nach Hause.
Und so sah er ja aus: Vincent van Gogh (mir beiden Ohren)


Für Donnerstag hatten wir eigentlich eine ganz tolle Wanderung geplant. Und dann machte uns das Wetter einen Strich durch die Planung, ähm, die Rechnung. Also sind wir kurzentschlossen nach Arnhem gefahren und haben mal wieder Burger’s Zoo besucht. Da waren wir vor ein paar Jahren schon mal und damals war noch einiges im Bau – jetzt ist soweit alles fertig und der Zoo ist wirklich sehr schön und sehenswert geworden. Natürlich ist er mit 23,50€ Eintritt plus 6 € Parkgebühr kein Schnäppchen. Aber wir haben mehrere Stunden auf dem 45 Hektar großen Gelände zugebracht, haben Giraffen, Elefanten, Affen, Erdmännchen, Zebras und jede Menge Vögel gesehen – und Massen von Schmetterlingen in allen möglichen Größen. Ich glaube, die haben mich fast noch mehr begeistert, als das größte künstliche Riff Europas im riesigen Aquarium. Klar, in manchen Gehegen haben wir die Tiere nicht gesehen (Suchbild mit Tier), manche waren auch leer, aber alles in allem hat sich der Besuch für uns gelohnt. Das Wetter war so durchwachsen, dass der Zoo nicht zu überlaufen war und die Besucher samt mehrerer Schulklassen haben sich ganz gut verteilt.




 ausgeklappt sieht der Schmetterling übrigens so aus, wie auf dem rechten Bild. Er war aber beim Fotografieren sehr unkooperativ.




Freitag haben wir sehr früh alles zusammengepackt, ins Auto geräumt und waren schon weit vor 10 Uhr aus dem Park raus. Zum Abschluss hatten wir uns das Freilichtmuseum „De Locht“ auf den Plan gesetzt. Auch so ein Geheimtipp, den wir vorher auch noch nicht kannten. Grundlage für das Museum ist ein ehemaliger Bauernhof. Wir waren schon mindestens 5 Mal in der Gegend und hatten keine Ahnung, dass es das überhaupt gibt, dabei besteht es schon über 20 Jahre!

Es umfasst eine umfangreiche Ausstellung von allem Möglichen: Alltagsgegenständen aus verschiedenen Epochen (von Werkzeug über die Einrichtung einer Apotheke und eines Friseursalons samt unterschiedlich gruseligen Trockenhauben bis hin zu einem Holzschuhmacher), landwirtschaftliche Geräte und Spielzeug. Natürlich ist es nicht mit einem klassischen Freilichtmuseum wie den Vogtsbauernhöfen oder dem LVR Museum in Kommern zu vergleichen, wo Häusern aus unterschiedlichen Epochen und Gegenden stehen. De Locht ist EIN ehemaliger Hof, der mehrfach an- und umgebaut wurde.


Das Ding liest weder die Gedanken noch ist es für Elektroschocks - das stand wohl wo mal im Friseursalon!

Die Trockenhauben des Grauens!



Ein Highlight an den Wochenenden ist sicherlich die Sirupküche (die konnten wir zwar besichtigen, sie war aber natürlich nicht in Betrieb). Ein netter Herr erklärte uns aber detailliert, wie man aus Zuckerrüben Rübensirup kocht. Beim Umhergehen durch die Schaugärten (da wachsen Getreide, Rüben, Beeren, Salat und so weiter), kann man erfahren, wie sich Gewächshäuser im Laufe der Zeit weiterentwickelt haben, lernt Interessantes über Kunstdünger, künstliches Licht in der Landwirtschaft, natürliche Schädlingsbekämpfung mit Schlupfwespen und wie Champignons angebaut werden. Sehr interessant und liebevoll gemacht und wir waren fast 3 Stunden damit beschäftigt, uns alles anzuschauen! Eine echte Empfehlung!

Danach machten wir uns über Roermond auf den Heimweg. Wir waren schon am frühen Nachmittag wieder zu Hause. Und nach Auto auspacken, Wäsche waschen und aufhängen, hab ich dann angefangen, mich von der Erholung zu erholen. Schön war’s, aber Urlaub ist einfach nichts für mich.