Mittwoch, 29. Januar 2020

Historien om Willum - oder womit ich die nächste Zeit wohl beschäftigt sein werde


Auf dass mir das Lesefutter nie ausgehen möge. Gestern bekam ich die drei bislang erschienenen Bände von "Historien om Willum", Band eins mit einer Widmung des Autors. Wow, ich bin dann mal weg...

Donnerstag, 23. Januar 2020

Historien om Willum 1. Bog

Das Buch gibt es leider nur auf Dänisch. Mein Dank an den Autor Nikolai Troest für die Korrektur meiner Rezension.

Historien om Willum 1. Bog:

Det er ekstremt vanskeligt at skrive en anmeldelse til bogen ”Historien om Willum, første Bog” skrevet af Nikolai Troest og Mikkel Lomborg. Det er fordi jeg ikke rigtig ved, hvad denne bog er.

En fantasyroman? Science fiction? Et psykedelisk kunstværk? Arbejdet med en psykedelisk kunstner? På en eller anden måde er det lidt af det hele. Bogen er en temmelig vild og kompliceret blanding, der minder om Mary Shellys “Frankenstein“ på den ene side, men også af Oliver Sacks’ ”Awakenings”, men også af Timothy Learys LSD-eksperimenter. Alt i bogen er surrealistisk, uvirkelig - men ikke umulig at ske. Og jeg tænkte fortsat på Paul Watzlawick og hans forklaring af virkeligheden. Nogen spiller Gud, nogen tror, at han er Gud, og alt føles lidt som en fuldstændig vildt tur på en rutsjebane eller spøgelsestogture. Historien, så abstrakt som den er, betagede mig, og jeg ville virkelig vide, hvordan den gik videre. Det var klart for mig, at historien endu ikke har en rigtig afslutning, fordi der er 5 bøger mere i serien. Derudover er det sprog, som forfatterne bruger, samtidig poetisk og kompliceret. Nogle af de ord, de bruger, kendte ikke engang min ordbog (ja, jeg er ikke en indfødt dansktalende og måtte delvist slå op) Så sprogets kompleksitet betød, at jeg var nødt til at læse meget langsomt og meget omhyggeligt. Jeg læste bogen og hørte lydbogen (indlæst af Johan Olsen) på samme tid og det hjalp mig meget. Han arrangerer teksterne på en måde, at de til trods for deres længde undertiden bliver forstået bedre.

Navnene, som forfatterne bruger, kan (efter min mening) være betydningsfulde og ikke tilfældige: stormesteren af R.O.T.A.R.Y. kaldes for eksempel Finn. N. Ormen (enten normer eller ormen, hvilket passer, fordi R.O.T.A.R.Y. ser sig selv som en slags moralsk autoritet), Hr. Hval I. Num er et anagram, ordet består af de samme bogstaver som Vaniluhm (stoffet Råger eksperimentere med) og det lyder lidt som ”Valium“ Nogle sektioner fik mig simpelthen til at grine, fordi de er meget absurde: månedsbladet for R.O.T.A.R.Y. kaldes for eksempel for ”Petriskålen“. På et andet tidspunkt tænker Råger: ”Enten, tænkte han, går jeg ind i politik - eller også ... sagde han til sig selv … må jeg bøje nogle etiske regler og finde noget humanoidt forskningsmateriale, som jeg kan arbejde mine visioner videre på.“

Alt i alt beskriver bogen meget forskellige ting, nogle af dem er ikke helt etiske, men meget filosofiske: ønsket om at lege Gud eller at skabe en Gud (dét, en væren ”troen på noget højere”, kunne skabes af ham selv.), forsøget på at skabe en helt ny virkelighed eller opfattelse (”Hvad hjernen ikke er forberedt på, ser øjet ikke.”) eller også: ”Vi venter. Fra fødsel til død. Vi venter hele tiden. Nogle venter på bussen, andre på den lille chance. Alle venter vi på den store kærlighed, og dem som ikke forventer at finde den, venter som regel på den store gevinst. Vi venter alle, mens tiden går. Vi venter, fra vores ankomst var ventet af andre, til vores afgang forventes af os selv. Vi venter på livet, mens vi lever. Vi venter på døden, mens vi dør.” Det ligner meget John Lennons “Life is what happens to you while you are busy making other plans”.

Mange gange var jeg nødt til at tænke på det citat, jeg snublede over hen mod slutningen: ”Hvem leder hvem i det store labyrintiske mønster gennem tiden?“

Bogen er som dette: en labyrint, hvor du let kan gå tabt som læser og derefter læses bogen bedst igen, fra begyndelsen - med din viden fra slutningen. Det hjælper.

… Og frem for alt: ”Du kan ikke gøre noget forkert“.

Det trøster...

4 stjerner fra mig

Donnerstag, 19. Dezember 2019

Mein 2019

Da dieses Jahr getrost weg kann, hier schon mal der traditionelle Rückblick.
Ja, es ist viel passiert. Sehr viel Schönes, aber auch sehr viel sehr Unschönes.

Ich habe dieses Jahr sehr viel gearbeitet, manches war ganz sinnvoll, wie zum Beispiel die unzähligen Rezensionen. Anderes hat wenigstens sehr viel Spaß gemacht. So habe ich dieses Jahr jede Menge Bücher auf dänisch gelesen und viereinhalb davon komplett ins Deutsche übersetzt. Ja, richtig gelesen: Dänisch. Die Sprache ist mega cool. Ich hab sehr viel Radio, Hörbücher und Podcasts gehört, Filme und Serien geschaut und Zeitungen gelesen, tolle Menschen entdeckt, mit ein paar von ihnen Kontakt aufgenommen - und außer der Sprache noch sehr viel mehr gelernt. Übers Gehirn, den Mond, das Universum, Biochemie, Musik, Politik und sehr viele andere Themen.

Mehr Zeit als mit Dänisch habe ich nur noch mit dem Brexit, Unterhausdebatten und Twitter zugebracht.

Wir waren eine Woche im Urlaub, ich bin mehrere hundert Kilometer gelaufen (nicht in der Woche in Holland, sondern insgesamt) und alles in allem haben Walter und ich aus unserer beider angeschlagener Gesundheit das Bestmögliche gemacht.

Im Mai verlor ich überraschend meinen Onkel an Krebs. Im Juli verlor den Rest meiner Familie dadurch, dass ich den Kontakt zu allen abgebrochen habe. Und im Oktober verlor ich mit meinem Cousin den einzigen in der Familie, mit dem ich noch gerne Kontakt hatte. Irgendwie fehlt er mir tatsächlich am meisten.

Und so beschließen wir dieses bescheidene Jahr. Und wir hoffen auf ein entspannteres Jahr, eines ohne Ärger mit Ärzten und schlechten Nachrichten, eines ohne Verletzungspausen. Einfach ein gutes neues Jahr.

Und wenn ich eines aus diesem Jahr gelernt habe, dann, wer ich bin, was ich bin und wo ich hingehöre. Dieses Jahr war, trotz allen Ärgers und Stresses für mich eine Art "Nachhausekommen". Und eines stimmt auf jeden Fall:


Man finder kun hjem, hvis man først farer vild. 
©Magtens Korridorer: Jeg vil hellere dø

Ich danke allen, die mich begleitet haben, die für mich da waren - euch allen frohe Weihnachten, schöne Feiertage und einen guten Rutsch. Für 2020 wünsche ich euch und uns alles Gute, vor allem viel Glück und Gesundheit.

Montag, 21. Oktober 2019

In loving Memory

Jeder Mensch hat so seine Talente. Und meines ist offensichtlich, Nachrufe zu schreiben. Und nein, dieses Jahr wollte ich eigentlich nicht noch einen schreiben.

Lieber J.
Fast 10 Jahre ist es her, dass wir uns über eine Internet-Plattform wieder gefunden haben.
Vor ziemlich genau 5 Jahren klappte es dann endlich mit einem Treffen.
Hunderte E-Mails gingen davor und danach zwischen uns hin und her.
Und immer wieder kam ein "Ich kann und will nicht mehr. Kannst du mir helfen?". Zuletzt am 7. Oktober.
Keine Andeutung über das Wieso. Kein Hinweis auf ein Wie. Zwischen uns lagen gute 500km.
Natürlich war mir klar, dass du in Schwierigkeiten stecktest. Natürlich war mir auch klar, dass es, wie schon früher, um Geld ging. Um Geld, das ich nicht habe, und das wusstest du. Du wusstest auch, dass ich für dich immer ein offenes Ohr und eine Schulter zum Anlehnen gehabt hätte.
Dieses Mal hat es alles nicht gereicht. Ich hätte es dir so sehr gewünscht, dass du mal glücklich wirst und dass du es endlich mal schaffst, deine Finger aus halbseidenen Geschäften rauszuhalten. Aber offensichtlich hat keiner gesehen, wie krank deine Seele und deine Psyche wirklich waren. Gut versteckt hinter deinem seelenvollen Blick, deiner charismatischen, teilweise manipulativen Persönlichkeit, deinen "tollen Geschäftsideen" und "irren Plänen".

N. sprach gestern am Telefon so unglaublich liebevoll von dir und über dich. Trotz aller Verzweiflung über das Chaos mit dem du sie alleine gelassen hast. "Er war mein Herzensmensch", hat sie nicht nur einmal gesagt. Und für mich warst du der große Bruder.
Und für uns beide wirst du immer ein Mensch mit zwei Seiten bleiben, dessen Geheimnisse wohl nie gelüftet werden können, weil du sie mitgenommen hast, als du gegangen bist. Du warst auch der einzige Mensch, mit dem ich schwarze Löcher meiner Vergangenheit hätte füllen können. Der Antwort auf die Frage näher hätte kommen können, wieso wir so wurden, wie wir waren.

Und ich sitze hier, mit Tränen in den Augen und erinnere mich an die lustigen Zeiten, die wir hatten.
Wie du mir damals den alten kaputten Tacho von deinem Rennrad geschenkt hast. Du und ich, beim Skifahren auf der Hohenbergstraße, mitten in der Nacht. Im Kino (in "Asterix bei den Briten"), wie du den Billard-Tisch gebaut hast und wir stundenlang gespielt haben. Ohne dich hätte ich nie im Leben die Kadenzen oder den Generalbass im Musikunterricht gemeistert und ich werde nie wieder an die Eselsbrücke "Geh du alter Esel, hol Fische" denken können, ohne deine Stimme zu hören "Ja, du bist auch hohl" (ja, ich hatte "hohl" statt "hol" geschrieben).
Du warst mein großer Bruder, den ich nie hatte, und mein großes Vorbild. Und ich habe dich nie vergessen und oft vermisst.
Und jetzt bist du endgültig weg.

Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass du da, wo du jetzt bist, Glück und Frieden finden kannst.

Da unserer beider Leben nicht unter dem besten aller Sterne standen, hier mein musikalischer Gruß für deine Reise in die Ewigkeit. Du wirst verstehen, was ich meine:


Jeg kalder dit navn, men du hører ingenting
for du er født under en ensom stjerne
En ensom stjerne
© Magtens Korridorer / Ensom Stjerne


JPW. April 1968 - Oktober 2019. RIP. 

Donnerstag, 3. Oktober 2019

Tagesausflug in den Gaiazoo in Kerkrade

Am 1. Juli 2005 eröffnete der Gaia-Zoo in Kerkrade.
Am 29. September 2001 bin ich nach Erkelenz gezogen.
Am 2. Oktober 2019 waren Walter und ich zum ersten Mal dort.
WIESO HAT DAS EIGENTLICH SO LANGE GEDAUERT, WILL ICH WISSEN!

Der Zoo liegt so nah, ist relativ gut zu erreichen (vor allem mit Navi und dank ziemlich guter Ausschilderung) und wir hatten das Glück, eine zweite Eintrittskarte umsonst zu bekommen.

Der Name "Gaia" stammt aus der griechischen Mythologie und ist dort die personifizierte Erde und eine der ersten Gottheiten. Ein sehr passender Name für einen Zoo, der mit der Tundra, der Savanne, dem Regenwald und der Heimat (hier also Limburg) einen Teil der Erde samt seiner Tiere zeigt.
Eine sehr ansprechende Vielfalt tummelt sich da so auf den 25ha und wir haben dort sehr kurzweilige 5 Stunden verbracht. Und hier die fotografische Aubeute (für uns gab es dreimal sehe leckeren Kaffee und einmal Pommes. Preise erstaunlich human für einen Zoo, Qualität sehr gut. Eintritt kein Schnäppchen, aber macht man ja auch nicht jeden Tag).

Na dann mal herzlich Willkommen!
Kenn ich den?

Ich schnäbel ihn mal an.








Was für ein Gewusel! Was da übrigens nicht aussieht, wie ein Waschbär
ist auch keiner. Sie teilen sich das Gehege mit Stinktieren.


Können diese Augen lügen? Aber hallo!




Dieser Wolf hat nur ein Auge.


Bad hair day? Ich doch nicht!



Na, da mögen sich zwei wohl gerne. 




Da sitzt Essen in meinem Essen! 



Kann man hier jetzt nicht erkennen, aber dieser Esel hat perfekt
rückwärts eingeparkt!


Hat die Tierpflegerin das auch ordentlich gemacht? Nee, da ist doch noch was gut!

Hej, meinst du mich?






















 










Als hätte ich den mitnehmen wollen, wenn ich es hätte können. Ich doch nicht!



Ihr könnte ja mal nachzählen, ob es 400 sind. Einfach die Beine zählen und durch zwei teilen.
Mal gucken, ob irgendwo ein Aas da ist! Ja, war es. Wir haben die Fütterung der Hyänen sehen können.