In den letzten Jahren ist es schon fast zur Tradition geworden, dass wir mit der Firma beim Aachener Firmenlauf mit einem Team antreten. Durch die Ausrichter habe ich die Erlaubnis bekommen als Nordic-Walker daran teilzunehmen, voraus gesetzt, dass ich keinen anderen Teilnehmer gefährde oder störe.
Kurz nach 15 Uhr war Aufbruch in der Firma angesagt. Es galt die 24 Starter von Oberforstbach nach Aachen Hangeweiher zu bringen, daher wurden vor dem Firmengebäude mehrere Fahrgemeinschaften gebildet. Da natürlich jeder Fahrer versuchte, vor Ort einen Parkplatz zu bekommen, war der Andrang bei knapp 6400 Startern entsprechend groß. Um 15:50 Uhr waren wir dann endlich alle am vereinbarten Treffpunkt angekommen. Einige mussten sich noch umziehen und ihre Startnummern befestigen, andere hibbelten herum, weil es für sie (fast) der einzige oder zumindest der erste Lauf des Jahres war. Um 16:45 Uhr gingen wir dann geschlossen zum Start. Eine Kollegin wollte, dass ich sie "ziehe" und da blieb ihr nichts anderes übrig, als mit mir ganz hinten zu starten. Um 17 Uhr fiel pünktlich der Startschuss für die 3500 Starter beim 4,63 km Lauf, der in zwei Runden über den ausgewiesenen Parcours führte.
Es dauerte über 5 Minuten, bis ich mit meiner Kollegin die Startlinie überquerte und wir langsam etwas Tempo machen konnten. Wegen meiner Stöcke musste ich die Augen überall haben: ich musste auf die Läufer um mich herum achten, schließlich wollte ich keinen mit meinen sehr scharfen Spitzen verletzen. Viele unerfahrene Läufer, für die ich mitdenken musste, bremsten mich ein paar Mal komplett aus. Und natürlich durfte ich auch meine (laufende) Kollegin nicht aus den Augen verlieren.
In der zweiten Runde hatten sich dann aber alle (auch ich) in den Lauf eingefunden und es ging etwas besser. So konnte ich versuchen, mein Tempo immer zwischen 7,1 und 7,2 min/km zu halten, was mir auch größtenteils gelungen ist. Kurz vor dem Ziel legte meine Kollegin einen respektablen kleinen Endspurt hin und überholte mich. Gerne habe ich sie ziehen lassen. Der Zielkanal war, wie im vergangenen Jahr, sehr eng. So gerne ich mit ihr gemeinsam eingelaufen wäre, so groß wäre die Gefahr gewesen, sie mit meinen Stöcken zu verletzen oder zu Fall zu bringen. Das Risiko wollte ich auf keinen Fall eingehen, daher ließ ich sie ziehen und sie finishte einige Zehntel vor mir. Meine Endzeit lag bei 33:32 min, damit bin ich vollkommen zufrieden.
Anhand der Finisher-Liste konnte ich nachvollziehen, dass ich mit meiner Kollegin gemeinsam im Laufe des Wettkampfs genau 340 Läufer überholt habe, da wir ja als Letzte gestartet waren und das Feld buchstäblich von ganz hinten aufgerollt haben. Wäre der Lauf länger gewesen und die Strecke nicht ganz so beengt - wir hätten noch den einen oder anderen überholen können.
Nach dem Lauf konnte man sich mit alkoholfreiem Bier eines der Sponsoren stärken, außerdem gab es leckere Backwaren eines anderen Sponsor.
Insgesamt gefiel mir der Lauf besser als im vergangenen Jahr. Ich fand ihn besser organisiert, es gab weniger Chaos und, soweit ich das beurteilen kann, gab es auch weniger Möglichkeiten abzukürzen. Zumindest habe ich keinen gesehen, der mit Absicht falsch abgebogen ist um zu schummeln (war im vergangenen Jahr mehrfach vorgekommen). Dennoch finde ich, dass die örtlichen Gegebenheiten für eine Veranstaltung dieser Größenordnung nicht geeignet sind, es ist schlicht zu wenig Platz für so viele Starter. Der Veranstalter sollte eventuell überlegen, ob sich nicht eine andere Örtlichkeit mit breiterer Laufstrecke und mehr Parkplätzen besser anbieten würde. Das käme den Teilnehmern sicher entgegen und das Starter-Limit von 3500 für den 4,6-km-Lauf könnte erhöht werden. Leider habe ich auch nur acht mobile Toiletten gesehen. Sollten das alle gewesen sein, dann waren das mit Sicherheit erheblich zu wenige.
Auch fand ich die Ausschilderung vor Ort etwas dürftig, vor allem für Orts-Unkundige. Die Helfer am Wasserstand meinten es ja gut, als sie die riesigen Becher randvoll zur Verfügung stellten. Aber ganz ehrlich: wer möchte einen guten Viertelliter Wasser während des Laufs in die Hand nehmen? Die Becher sind zu schwer, zu groß, einfach zu unhandlich. Beim Versuch, daraus zu trinken, verschluckt man sich leicht und der Großteil des Wassers landet entweder auf dem Laufshirt oder auf der Straße. Eigentlich reichen 0,1l Becher und die dann auch nur halbvoll.
Auf jeden Fall hat es mir aber sehr viel Spaß gemacht mit den Kollegen diese Veranstaltung zu besuchen. Wir konnten uns im Vorfeld und auch nach dem Lauf gut unterhalten und die anderen Läufer anfeuern.
Samstag, 4. Oktober 2014
Samstag, 27. September 2014
Absage der Nordic-Walking DM durch die Gemeinde Beuron
Wenn die Gemeinde Beuron eine Veranstaltung plant, dann macht sie es streng nach Lehrbuch. Nach dem Lehrbuch: „Sportveranstaltungen – wie es eben NICHT geht.“
Werbung – Fehlanzeige.
Ausschreibung – erfolgte so spät, dass sich die meisten potenziellen Teilnehmer schon anders orientieren mussten, so spät, dass sie schon ihren Urlaub einreichen mussten und dieser mit dem Termin möglicherweise nicht übereinstimmte.
Flyer für Werbezwecke wurden von mir im März angefordert und nicht nur von mir. Ich hätte auf zahlreichen Veranstaltungen in NRW kostenlos Werbung machen können und wurde auch immer wieder von Sportkollegen auf Flyer angesprochen. Diese habe ich nie erhalten, obwohl mir im März von der Gemeinde zugesagt worden ist, dass ich sie bekomme sobald sie fertig sind. Reine Hinhaltetaktik?
Strecke – ich dreh sie mal um. Mache aus einem heftigen Gefälle eine mörderische Steigung und behaupte dann, dass die Strecke wohl für die Teilnehmer „zu schwierig“ sei.
Fazit zu Website und Anmeldung: zu spät, zu viele Fehler – einfach dilettantisch bis ins Letzte.
Schade. Die Veranstaltung hatte so viel Potenzial. Nordic Walking ist ein „Gesundheitssport“, damit ein Nischensport und man kann sicher sein, dass jeder, der an einer solchen Veranstaltung teil nimmt, ein echter Enthusiast ist. Dass er mit dem ganzen Herzen bei der Sache ist. Dass er nach der Mail gestern echt sauer und enttäuscht ist.
DENN: nach all den oben genannten Fehlern, die die Gemeinde Beuron bei der „Planung“ gemacht hat, wurde die DM am 22.09. per Email ABGESAGT. Und sie wird in Zukunft auch nicht mehr in Hausen statt finden. Angeblich wegen eines Defizits bei der DM im vergangenen Jahr von (man lese und staune) 7000 Euro.
Was hatte sich die Gemeinde denn vorgestellt? Dass eine Veranstaltung dieser Größenordnung einfach so „läuft“? Dass man sie ohne Engagement, Einsatz und Arbeit auf die Beine stellen kann? Dass es ein Selbstläufer ist? Dass der Name Michael Epp schon dafür sorgen wird, dass es läuft?
Da hat sich die Gemeinde schlicht getäuscht.
Ausschreibungen für ein Event dieser Art im Laufsport müssen 12 Monate vorher schon beim DLV angemeldet werden. Dass Nordic Walking laut DLV keine Sportart ist, daher die DM nicht angemeldet werden musste, heißt nicht, dass knapp 3 Monate, Einladungsmail am 02.07.14, Vorlauf reichen! Welcher Arbeitnehmer kann im Juli erst den Urlaub für Oktober planen? Welcher ambitionierte Nordic Walker plant in seinem Wettkampfkalender eine DM ein, deren Stattfinden in den Sternen steht, wenn er andere (landschaftlich auch sehr schöne) Walks zur Auswahl hat? Wohl keiner. Und sich dann über die mangelnden Anmelder wundern, die Veranstaltung deshalb absagen, die Schuld aber ganz weit von sich weg schieben – das ist schon dreist.
Schade ist es aber in vielerlei Hinsicht.
Schade für die Sportler, die sich gefreut und gründlich drauf vorbereitet haben. Die sich drauf gefreut haben, Walking-Kollegen aus dem Vorjahr wieder zu treffen. Vor allem schade für die Gruppen aus dem Ausland (dem Baltikum, Italien, der Schweiz, Österreich…) – die Sportler haben zum Teil bereits Flüge gebucht, die sie nicht mehr stornieren können und bleiben jetzt auf ihren Auslagen sitzen.
Schade auch für die örtlichen Gastronomen und die Vermieter von Zimmern und Ferienwohnungen! Ihnen gehen Einnahmen für mindesten 2 Nächte, wenn nicht mehr einfach so verloren. Denn, obwohl der Bürgermeister der Gemeinde in seiner (sprachlich auch noch sehr schlecht formulierten) Absage-Mail ja hofft, dass der eine oder andere trotzdem ins Donautal zum Walken käme – es wird wohl keiner machen. Statt dessen wird man den einen oder anderen am Rothaarsteig antreffen, die Veranstaltung findet nämlich statt.
Und wieso? Weil es keine Dilettanten sind, die sie organisieren? Weil es Sportler sind, die es organisieren, die von der Materie Ahnung haben und nicht nur große Reden schwingen? Weil die wissen, dass so eine Veranstaltung Arbeit bedeutet und auch nach mehreren Jahren nicht „einfach läuft“?
Irgendwie hatte ich bei der Gemeinde Beuron von Anfang an das Gefühl, dass sie die Veranstaltung nicht ausrichten wollte. Dass sie verzweifelt Gründe für eine Absage gesucht hat. Dass sie die Ausschreibung deshalb bis zum Exzess hinausgezögert hat, dass sie deshalb vorsichtshalber auch keine Flyer gedruckt hat, dass die Anmeldung unglaublich spät möglich war, dass die Strecke dann plötzlich (angeblich auf Wunsch der Teilnehmer) in die andere Richtung lief – alles lässt tief blicken. Sieht ein bisschen aus wie „ ich mach es zunehmend unattraktiver, damit ihr euch am besten nicht anmeldet und dann schieb ich euch die Schuld in die Schuhe“. Schließlich fällt die DM ja aus, weil die bösenbösen Nordic Walker sind nicht in ausreichender Zahl angemeldet hatten. Weil ihnen die Strecke „zu anstrengend“ sei. Allein diese Formulierung in der Absage-Mail ist eine Frechheit gegenüber den potenziellen Teilnehmern, die immerhin diesen Sport mit viel Engagement ausüben und denen die Strecke ganz sicher nicht „zu anstrengend“ ist!
Zusätzlich zu der Verärgerung, die eine solche sprachliche Unverschämtheit auslöst, bleibt auch noch ein fader Beigeschmack, ebenso wie einige offene Fragen. Was ist mit den Finisher-Medaillen? Dem angemieteten Festzelt, den Sponsorenverträgen? Was ist eigentlich mit den Finisher-T-Shirts? Liegen die bedruckt irgendwo auf Halde? Oder wurden die noch gar nicht in Auftrag gegeben und die Absage ist gar nicht so kurzfristig sondern von viel längerer Hand geplant? Wenn ja, wäre die Absage besser geplant als die Veranstaltung selbst.
Ein trauriges Beispiel aus der Kategorie „SO GEHT ES NICHT!“, ein Beispiel für Dilettantismus, Unvermögen, Unfähigkeit und Feigheit (hätte die Gemeinde von vornherein gesagt, dass sie die Veranstaltung nicht ausrichtet, wäre vielleicht noch eine Ausweichstrecke möglich gewesen, aber sicher nicht 23 Tage vorher). Das ist KEINE Werbung für die Gemeinde Beuron, eine Gemeinde, die auf Tourismus angewiesen ist, die mit Landschaft und den damit verbundenen Sportmöglichkeiten wirbt. Denn es gilt „Wer nicht wirbt, stirbt“ und in diesem Fall leider zu Recht.
Schwach, schwächer, Beuron
Wem der Zeitungsbericht interessiert, kann ihn hier aufrufen.
Sonntag, 21. September 2014
5. wep Strom-Lauf, Hückelhoven 21.09.2014
Braucht eine gelungene Premiere eine schlechte Generalprobe? Hoffentlich nicht. Denn beim wep-Lauf in Hückelhoven konnte ich mit allem zufrieden sein: eine sehr schöne Strecke, eine gute Ziel-Einlaufzeit – was kann ich von meiner Generalprobe über die Halbmarathon-Distanz mehr erwarten?
Dass Hückelhoven von Erkelenz aus ja praktisch nur einen Steinwurf entfernt ist, hatte mich vergangenes Jahr dazu gebracht, auf der 10-k-Strecke anzutreten. Da ich damals sehr gute Erfahrungen mit der Veranstaltung gemacht habe, hatte ich beim Vereinsvorstand um die Erlaubnis gebeten, als letzte Vorbereitung für die DM als Nordic Walker bei den Walkern und Läufern über die Halbmarathon-Distanz starten zu dürfen. Einstimmig wurde mir bei einer Vorstandssitzung die Genehmigung erteilt, hier noch einmal vielen Dank an Reinhard Hensen, der das für mich in die Hand genommen hat.
So startete ich heute zur Generalprobe für die DM in Hückelhoven. Die Startnummernausgabe verlief reibungslos und ich hatte noch Zeit mich etwas im Stadion umzusehen. Die AOK und eine örtliche Physio-Praxis bauten gerade ihren Stand auf und auch der Grill wurde schon mal vorbereitet. Leider sagten die Wetterfrösche Regen voraus und tatsächlich setzte der dann auch pünktlich zum Aufwärmen vor dem Start ein.
Der Start fand ein paar hundert Meter vom Stadion entfernt, vor dem alten Rathaus statt. Der Startschuss fiel pünktlich um 10 Uhr. Ich startete von ganz hinten um nicht mit den Läufern ins Gehege zu kommen. Leider legten einige Nordic Walker ein eher unsportliches Verhalten an den Tag: sie starteten mitten im Feld des Massenstarts.
Ich versuchte von Anfang an, etwas Tempo zu machen, aber nicht zu viel, denn 21,1 k sind lang und ich kannte die Strecke nicht. Ich versuchte meinen Pace bei etwa 7,5 Minuten/Kilometer zu halten. Nach dem ersten Kilometer konnte ich die letzten Läufer des Halbmarathons und einige vom 10k Lauf überholen.
Ab Hilfarth führte die Strecke über den Rurradweg in Richtung Körrenzig. Vor der nächsten Rurbrücke war bei ca 3km der 1. Verpflegungsstand. Ab da walkte ich im Prinzip alleine weiter. Die anderen Walker und Nordic-Walker schlugen den Weg über die Rurbrücke ein, ich blieb für etwa 4 km am Flussufer. Die Landschaft war so schön, dass ich aufpassen musste, vor lauter Umherschauen nicht den eigentlichen Zweck der Veranstaltung aus dem Auge zu verlieren. Schließlich war ich ja zum Walken da und nicht zum Spazieren gehen und Landschaft-Bewundern. Also konzentrierte ich mich wieder mehr auf mein Tempo und bekam alles andere mehr aus dem Augenwinkel mit: Kürbisfelder, die teils stark aufgewühlte, dreckig braune Rur, Gänse im Formationsflug, Fischreiher und Bussarde auf der Suche nach einem zweiten Frühstück. Ins Auge stachen mir aber einige Kuhherden (ich vermute, dass es sich bei einer um eine Herde von Limousin-Kühen handelte).
Bevor die Strecke auf die B57 nach Körrenzig trift, bog in nach links über eine kleine Rurbrücke ab. Danach war auch der 2. Verpflegungsstand – hier hatte ich etwa die Hälfte der Strecke geschafft. Der Feldweg verwandelte sich, auch wegen des mittlerweile stärker gewordenen Regens, zunehmend in eine Schlammschlacht. Da blieb mir nur eines: Augen zu und durch. Meine Zwischenzeit bei 10k war knapp unter 1:14 Std und ich hoffte inständig, dass ich nicht zu schnell eingestiegen war und mich ein hässlicher Form-Einbruch erwartete.
Die Strecke führte mich an Körrenzig und Rurich vorbei, wobei ich die Orte nur von weitem ahnen konnte. Der Weg wurde dann auch wieder „wegsamer“ und ich konnte etwas beschleunigen. Allerdings hatte mich die Schlammschlacht einiges an Zeit gekostet.
Wirklich orientiert war ich dann erst wieder, als ich beim Baaler Bahnhof die Eisenbahnschienen unterquerte und durch das angrenzende Wohngebiet walkte. Jetzt wusste ich wo ich war und noch wichtiger: ich wusste, der Großteil der Runde war geschafft! Nur eine Frage blieb: wo waren denn die in der Streckenbeschreibung erwähnten knapp 150 Höhenmeter? Kurze Zeit später vor Doveren hatte ich sie dann gefunden. Es ging etwas kreuz und quer durch ein paar Waldstücke und Felder und immer mit etwas mehr oder weniger Steigung und Gefälle. Teilweise ging es über sehr enge Waldwege fast trail-mäßig weiter, an manchen Stellen hatte ich nicht einmal genügend Platz, um meine Stöcke rechts und links von meinen Beinen aufzusetzen und musste sie hoch nehmen. Und plötzlich fand ich mich in Hückelhoven wieder und es waren nur noch knapp ca. 2 km bis zum Ziel.
Der letzte Teil der Strecke war ebenso unspektakulär wie „harmlos“: quer durch die Innenstadt, an den Schulen vorbei, über den Parkplatz auf dem auch mein Auto stand und dann die halbe Ehrenrunde im Stadion ins Ziel – geschafft!
Leider bewahrheitete sich meine Befürchtung: ich war es anfangs zu schnell angegangen und dann doch leicht eingebrochen. Aber ich war immer noch sehr zufrieden, als die große digitale Stoppuhr im Stadion meine Endzeit von 2:43:49 Std. zeigte (auf jeden Fall war ich unter den "geplanten" oder besser gesagt, erhofften 2:45 Std. geblieben).
Allerdings hatte ich beim Zieleinlauf wohl einen echten Tunnelblick: meine Frau war nicht mit zum Wettkampf gefahren, war aber dann zu Fuß nachgekommen und hatte mich im Ziel überrascht. Sie schoss, von mir unbemerkt, ein paar sehr schöne Bilder von mir und ich habe mich riesig gefreut, sie zu sehen!
Nach dem Duschen, der Siegerehrung und einem kurzen Interview mit der Rheinischen Post machten wir unsere persönliche „Nachlese“ der Veranstaltung einer Tasse Kaffee und den von ihr mitgebrachten Leckereien. Die von „Physano“ angebotene Massage meiner Waden war mir danach auch sehr willkommen, vor allem, da ich unter der Dusche beinahe einen Krampf bekommen hätte.
Mein Fazit: Organisation perfekt. Es gab 4 Verpflegungsstellen mit Wasser, Cola, Apfelsaft und Bananen. Die Landschaft entlang der Strecke war die schönste, die ich in dieser Saison gewalkt bin.
Und jetzt das große ABER: Ich kann nicht verstehen, warum so verhältnismäßig wenige Starter da waren. Es gibt Läufe die landschaftlich viel weniger reizvoll sind, bei denen dann 600 oder mehr Athleten am Start sind, und die sind dann oft bei Weitem nicht so gut organisiert. Schade war auch, dass sehr viele nach ihrem Zieleinlauf nur noch kurz geduscht haben und dann nur noch die Verlosung von Sachpreisen durch einen Sponsor abgewartet haben. Als dann die Marathonläufer ins Ziel kamen, war außer den Vereinsmitgliedern und den Freiwilligen von Feuerwehr und THW kaum noch jemand da. Auch die AOK hatte zwischenzeitlich schon angefangen, ihren Infostand abzubauen.
Einen Vorschlag für den Vorstand des Tus-Jahn-Hilfahrt hätte ich dann noch: Vielleicht wäre es ja eine Maßnahme, mit den Veranstaltern des Rur-Eifel-Cups Kontakt aufzunehmen. Das könnte diesem wunderschönen Lauf ein Mehr an Aufmerksamkeit bringen und dadurch natürlich auch mehr Teilnehmer.
Mein Dank gilt allen Streckenposten und Helfern an den Verpflegungsstellen, der freiwilligen Feuerwehr und dem THW und vor allem dem Tus-Jahn-Hilfahrt für die perfekte Organisation der Läufe. Nächstes Jahr bin ich sehr gerne wieder dabei, wenn ich darf, auch wieder auf der Halbmarathonstrecke. Vielleicht bin ich ja dann auch nicht mehr die Ausnahme, sondern die Strecke wird überhaupt für Nordic Walker angeboten.
| So sieht man von hinten aus, nach leichten Trailabschnitten im Regen. |
Dienstag, 16. September 2014
12. NEW Volksbadlauf am 14.09.2014 in Mönchengladbach
Da ich von einigen Walkern nur positives über den NEW Volksbadlauf gehört habe, hatte ich mich dazu entschlossen, auch mal daran teilzunehmen. Schon an der Vormelderliste konnte ich sehen, dass das Teilnehmerfeld beim Walk enorm groß war: fast 170 Voranmeldungen für den 5k und 10k.
Da der Start bereits um 9:05 Uhr sein sollte, hieß es für mich (trotz Sonntag morgens) früh aufstehen und früh losfahren.
Aber dank meines Navis hatte ich keine Probleme, das Volksbad zu finden. Es gab reichlich Parkmöglichkeiten vor Ort und die Teilnehmer konnten die Schließfächer des Bades nutzen um ihr "Gepäck" zu verstauen. Die reibungslose Ausgabe der Startnummern zeigte ganz deutlich, dass hier keine Amateure am Werk waren und ließen auf einen weiteren reibungslosen Verlauf der Veranstaltung hoffen. Und diese Hoffnung wurde nicht enttäuscht: der Aufbau von Start und Ziel war sehr professionell und eindeutig gemacht, der Startschuss fiel pünktlich und die Ausschilderung der Strecke machte einer Verlaufen praktisch unmöglich.
Nach dem Startschuss warteten zwei Runden auf die Walker, die die 10k auf sich nahmen (entsprechend war eine Runde 5km lang) Dies war mein erster Walk ohne die "üblichen Verdächtigen", sprich: ich kannte keinen der Teilnehmer. Entsprechend hielt ich mich mit meinem Tempo erst einmal zurück, da ich die Leistungen meiner Mitstreiter nicht einschätzen konnte. Abgesehen davon hatte ich auch leichte muskuläre Probleme am linken Schienbein, die sich erst ab der 2. Runde besserten.
So ließ ich erst einmal die ersten 5 bis 6 Walker ziehen. Aber bei aller vornehmen Zurückhaltung habe ich immer versucht, den Abstand zwischen uns nicht zu groß werden zu lassen. Die Strecke war sehr schön und ca. 20% Asphalt und 80% Wald- und Schotterboden. Leider gab es teilweise große Schlaglöcher auf der Strecke, so dass man sehr aufpassen musste. Die ersten 5km bewegte ich mich immer wieder zwischen Platz 3 und 6. Aber als ich mich dann warm gelaufen hatte und meine Probleme mit dem Schienbein bei der zweiten Runde weg waren, konnte ich das Tempo etwas forcieren. Ich überholte nach und nach die Walker vor mir und setzte mich an die 3. Position, welche ich bis ins Ziel halten konnte. Meine Zeit war 1:12:40,8 h. Nur 1:34 Minuten hinter dem Sieger. Ein schönes Ergebnis, das vermutlich ohne die Probleme mit dem Schienbein noch schöner hätte ausfallen können.
Alles in Allem war es ein sehr schöner und abwechslungsreicher Lauf. Nach dem Zieleinlauf konnte man sich an Fassbrause und Wasser erfrischen, allerdings gab es kein Obst zur Stärkung. Die Strecke an sich war sehr gut kilometriert und an den wichtigen Punkten standen Ordner, wie gesagt: hier waren keine Anfänger am Werk. Nächstes Jahr bin ich wieder dabei.
Da der Start bereits um 9:05 Uhr sein sollte, hieß es für mich (trotz Sonntag morgens) früh aufstehen und früh losfahren.
Aber dank meines Navis hatte ich keine Probleme, das Volksbad zu finden. Es gab reichlich Parkmöglichkeiten vor Ort und die Teilnehmer konnten die Schließfächer des Bades nutzen um ihr "Gepäck" zu verstauen. Die reibungslose Ausgabe der Startnummern zeigte ganz deutlich, dass hier keine Amateure am Werk waren und ließen auf einen weiteren reibungslosen Verlauf der Veranstaltung hoffen. Und diese Hoffnung wurde nicht enttäuscht: der Aufbau von Start und Ziel war sehr professionell und eindeutig gemacht, der Startschuss fiel pünktlich und die Ausschilderung der Strecke machte einer Verlaufen praktisch unmöglich.
Nach dem Startschuss warteten zwei Runden auf die Walker, die die 10k auf sich nahmen (entsprechend war eine Runde 5km lang) Dies war mein erster Walk ohne die "üblichen Verdächtigen", sprich: ich kannte keinen der Teilnehmer. Entsprechend hielt ich mich mit meinem Tempo erst einmal zurück, da ich die Leistungen meiner Mitstreiter nicht einschätzen konnte. Abgesehen davon hatte ich auch leichte muskuläre Probleme am linken Schienbein, die sich erst ab der 2. Runde besserten.
So ließ ich erst einmal die ersten 5 bis 6 Walker ziehen. Aber bei aller vornehmen Zurückhaltung habe ich immer versucht, den Abstand zwischen uns nicht zu groß werden zu lassen. Die Strecke war sehr schön und ca. 20% Asphalt und 80% Wald- und Schotterboden. Leider gab es teilweise große Schlaglöcher auf der Strecke, so dass man sehr aufpassen musste. Die ersten 5km bewegte ich mich immer wieder zwischen Platz 3 und 6. Aber als ich mich dann warm gelaufen hatte und meine Probleme mit dem Schienbein bei der zweiten Runde weg waren, konnte ich das Tempo etwas forcieren. Ich überholte nach und nach die Walker vor mir und setzte mich an die 3. Position, welche ich bis ins Ziel halten konnte. Meine Zeit war 1:12:40,8 h. Nur 1:34 Minuten hinter dem Sieger. Ein schönes Ergebnis, das vermutlich ohne die Probleme mit dem Schienbein noch schöner hätte ausfallen können.
Alles in Allem war es ein sehr schöner und abwechslungsreicher Lauf. Nach dem Zieleinlauf konnte man sich an Fassbrause und Wasser erfrischen, allerdings gab es kein Obst zur Stärkung. Die Strecke an sich war sehr gut kilometriert und an den wichtigen Punkten standen Ordner, wie gesagt: hier waren keine Anfänger am Werk. Nächstes Jahr bin ich wieder dabei.
Sonntag, 31. August 2014
13. Monte Sophia und 55. Heinrich-Antons-Gedächtnislauf, 30.08.2014
Na das nenne ich mal Schnellschuss - eben noch in Holland zum Einkaufen, jetzt schon auf der Piste bei Monte Sophia! Was sich ein bisschen anhört, wie einst bei Rudi Carrell (eben noch im Supermarkt, jetzt auf unserer Showbühne!) war bei mir am Samstag, 30.8. Realität. Ganz kurz entschlossen fuhr ich, nur 2,5 Stunden vor dem Startschuss, nach Niederzier zum Lauf rund um Monte Sophia.
Die Nachmeldung verlief reibungslos und schon hatte ich meine Startnummer in den Händen. Leider gab es "nur" die 10k Variante, den Montelino, für die Walker. Einige der üblichen Walkingkolleginnen und - kollegen waren auch da. Wir redeten was über die letzten Läufe und beobachteten die Starts zu den anderen Läufen. Dabei machten wir uns langsam warm. Unser Start war der letzte und der Startschuss fiel pünktlich um 16:30 Uhr. In einer Dreiergruppe konnten wir uns sofort von den übrigen Walkern absetzen und machten ordentlich Tempo. Es war trocken, aber es wehte sehr starker Wind, teilweise gab es sogar recht stürmische Böen, vor allem auf den ersten 2 km. So musste ich leider die beiden ersten Walker etwas ziehen lassen und mich auf die Stöcke konzentrieren. Diese wurden mir von Wind leider beim Schwingen in die Waden "geblasen". Ich schaffte es aber, sie bei dem geringeren Tempo ganz gut unter Kontrolle zu halten.
Als es bei ca. 3 km nicht mehr so stark stürmte, hatten die beiden Kollegen einen Vorsprung von ca. 150m und 200m herausgeholt. Kurz nach dem dritten Kilometer lud die erste Wasserstelle zu einer willkommenen Erfrischung ein. Ab dem vierten Kilometer ging es dann bergauf, die erste Steigung begann, beim fünften Kilometer folgte dann die zweite Bergetappe, die noch etwas steiler war. Das war für die Walkerin vor mir dann doch zu steil - sie brach ein und ich konnte zu ihr aufschließen, nach der Steigung konnte ich sie dann sogar überholen.
Danach ging es wieder bergab und ich legte einen Zahn zu. Schritt für Schritt, Stockschwung für Stockschwung pirschte ich mich an den Erstplatzierten heran. Um den siebten Kilometer kamen uns dann überraschender Weise andere Walker entgegen. EIGENTLICH nahmen sie ja am selben Lauf teil, wie wir. Zumindest ließen das ihre Startnummern vermuten. Allerdings war einer von ihnen an einer Stelle falsch abgebogen und das Gefolge war ihm, ganz loyal, gefolgt :-) Sie rollten das Feld von der anderen Seite auf, sprich, sie walkten in entgegengesetzter Richtung.
Kurz nach dem achten Kilometer dann die zweite Wasserstelle - ein echtes Labsal. Der Abstand zwischen dem Erstplatzierten und mir betrug nur noch rund ca. 30 Meter. Auf dem vorletzten Kilometer konnte ich ihn dann überholen und noch einen kleinen Vorsprung ihm gegenüber herausarbeiten. Diesen rettete ich ins Ziel und überquerte die Linie mit einer Zeit von 1:13:41 h als Sieger.
Der Lauf war sehr gut organisiert und ist landschaftlich sehr ansprechend. Ein einziger Pfeil auf dem Boden war wohl etwas zu klein geraten, dieser führte die Gruppe der "Geisterwalker" in die Irre, das ist also ein Punkt, der verbesserungsürdig wäre. Im Ziel begrüßte außer dem Maskottchen der DAK und einem Römer auch Peter Borsdorff die einlaufenden Athleten. Peter feuerte in gewohnter Manier jeden Sportler an (die meisten davon kennt er namentlich), schoss Bilder und sammelte wie gewohnt in seinem "Sammel-Schuh" für seine Aktion Running for Kids. Einem seiner "Schützlinge" überreichte er einen Scheck über 500 €, die diesen wieder ein Stück näher zu seiner Delphintherapie brachte.
Leider ließ die Siegerehrung etwas auf sich warten. Aber um 19:45 Uhr war dann auch die letzte Urkunde gedruckt und die Preise konnten vergeben werden. Gelangweilt haben wir uns während der Wartezeit nicht. Bei netten Gesprächen und einigen Tassen Kaffee zu äußerst zivilven Preisen konnten wir uns die Zeit ganz gut vertreiben. Nächstes Jahr bin ich auf alle Fälle wieder dabei.
Die Nachmeldung verlief reibungslos und schon hatte ich meine Startnummer in den Händen. Leider gab es "nur" die 10k Variante, den Montelino, für die Walker. Einige der üblichen Walkingkolleginnen und - kollegen waren auch da. Wir redeten was über die letzten Läufe und beobachteten die Starts zu den anderen Läufen. Dabei machten wir uns langsam warm. Unser Start war der letzte und der Startschuss fiel pünktlich um 16:30 Uhr. In einer Dreiergruppe konnten wir uns sofort von den übrigen Walkern absetzen und machten ordentlich Tempo. Es war trocken, aber es wehte sehr starker Wind, teilweise gab es sogar recht stürmische Böen, vor allem auf den ersten 2 km. So musste ich leider die beiden ersten Walker etwas ziehen lassen und mich auf die Stöcke konzentrieren. Diese wurden mir von Wind leider beim Schwingen in die Waden "geblasen". Ich schaffte es aber, sie bei dem geringeren Tempo ganz gut unter Kontrolle zu halten.
Als es bei ca. 3 km nicht mehr so stark stürmte, hatten die beiden Kollegen einen Vorsprung von ca. 150m und 200m herausgeholt. Kurz nach dem dritten Kilometer lud die erste Wasserstelle zu einer willkommenen Erfrischung ein. Ab dem vierten Kilometer ging es dann bergauf, die erste Steigung begann, beim fünften Kilometer folgte dann die zweite Bergetappe, die noch etwas steiler war. Das war für die Walkerin vor mir dann doch zu steil - sie brach ein und ich konnte zu ihr aufschließen, nach der Steigung konnte ich sie dann sogar überholen.
Danach ging es wieder bergab und ich legte einen Zahn zu. Schritt für Schritt, Stockschwung für Stockschwung pirschte ich mich an den Erstplatzierten heran. Um den siebten Kilometer kamen uns dann überraschender Weise andere Walker entgegen. EIGENTLICH nahmen sie ja am selben Lauf teil, wie wir. Zumindest ließen das ihre Startnummern vermuten. Allerdings war einer von ihnen an einer Stelle falsch abgebogen und das Gefolge war ihm, ganz loyal, gefolgt :-) Sie rollten das Feld von der anderen Seite auf, sprich, sie walkten in entgegengesetzter Richtung.
Kurz nach dem achten Kilometer dann die zweite Wasserstelle - ein echtes Labsal. Der Abstand zwischen dem Erstplatzierten und mir betrug nur noch rund ca. 30 Meter. Auf dem vorletzten Kilometer konnte ich ihn dann überholen und noch einen kleinen Vorsprung ihm gegenüber herausarbeiten. Diesen rettete ich ins Ziel und überquerte die Linie mit einer Zeit von 1:13:41 h als Sieger.
Der Lauf war sehr gut organisiert und ist landschaftlich sehr ansprechend. Ein einziger Pfeil auf dem Boden war wohl etwas zu klein geraten, dieser führte die Gruppe der "Geisterwalker" in die Irre, das ist also ein Punkt, der verbesserungsürdig wäre. Im Ziel begrüßte außer dem Maskottchen der DAK und einem Römer auch Peter Borsdorff die einlaufenden Athleten. Peter feuerte in gewohnter Manier jeden Sportler an (die meisten davon kennt er namentlich), schoss Bilder und sammelte wie gewohnt in seinem "Sammel-Schuh" für seine Aktion Running for Kids. Einem seiner "Schützlinge" überreichte er einen Scheck über 500 €, die diesen wieder ein Stück näher zu seiner Delphintherapie brachte.
Leider ließ die Siegerehrung etwas auf sich warten. Aber um 19:45 Uhr war dann auch die letzte Urkunde gedruckt und die Preise konnten vergeben werden. Gelangweilt haben wir uns während der Wartezeit nicht. Bei netten Gesprächen und einigen Tassen Kaffee zu äußerst zivilven Preisen konnten wir uns die Zeit ganz gut vertreiben. Nächstes Jahr bin ich auf alle Fälle wieder dabei.
Dienstag, 26. August 2014
25. Hambacher Volks- und Straßenlauf, 23.08.2014
Es gibt immer ein erstes Mal. Auch für die Teilnahme an Walking-Wettkämpfen. So ein "erstes Mal" für mich war am 23.08., mein Start beim Hambacher Volkslauf. Laut Streckenbeschreibung fällt die 10er Runde in die Kategorie "nahezu Topf eben". Und schon die Vormelderliste zeigte mir, dass die üblichen Verdächtigen auch da sein würden, sprich: es würde wieder die übliche Truppe dort auflaufen (oder auf"walken"). Für mich war die Veranstaltung aufgrund der Distanz natürlich eher eine Trainingseinheit unter Wettkampfbedingungen, als ein Wettkampf. Nichts desto Trotz freute ich mich sehr darauf. Die Strecke versprach sehr schön zu sein, die üblichen Mitstreiter würden da sein - was wollte ich mehr. Naja. Schönes Wetter wollte ich. Aber da machte mir Petrus einen Strich durch die Rechnung und kleine Knoten in die Stöcke. Bis ca 30 Minuten vor dem Start regnete es Bindfäden.
Die Startnummernausgabe verlief reibungslos und als wir uns dann ans Aufwärmen machten, hörte es auch auf, zu regnen. 5 Minuten nach dem Start der Läufer fiel auch pünktlich der Startschuss für uns Walker. Schon auf dem ersten Kilometer war klar, dass es ein sehr schneller Wettkampf werden würde. Auf den ersten Kilometern erreichte ich einen Pace von 7 und 7,2 Minuten/km. Eine walkende Läuferin oder laufende Walkerin konnte ich nach längerem Kampf bei 1,5km hinter mir lassen, bei der Kilometermarke 2 wurde ich dafür von einer anderen Walkerin überholt. Fast genau 2000m weiter hatte ich sie wieder eingeholt und machte mich auf die Aufholjagd nach dem Zweitplatzierten. Obwohl das Tempo etwas einbrach, blieb es ein sehr schneller Wettkampf und man konnte immer die vor einem liegenden Walker sehen. Ab der 5-Kilometer-Marke konnten die vorne liegenden Walker dann die ersten Läufer des 10k-Laufes überholen. Ca 400 Meter vor dem Ziel schaffte ich es dann mit einem fulminanten Endspurt doch noch, zum Zweitplatzierten aufzuschließen und ihn noch zu überholen. Mit neuer persönlicher Bestzeit von 1:11:57h wurde ich 2. in der Gesamtwertung und war der 1. Nordic-Walker im Ziel.
Die Startnummernausgabe verlief reibungslos und als wir uns dann ans Aufwärmen machten, hörte es auch auf, zu regnen. 5 Minuten nach dem Start der Läufer fiel auch pünktlich der Startschuss für uns Walker. Schon auf dem ersten Kilometer war klar, dass es ein sehr schneller Wettkampf werden würde. Auf den ersten Kilometern erreichte ich einen Pace von 7 und 7,2 Minuten/km. Eine walkende Läuferin oder laufende Walkerin konnte ich nach längerem Kampf bei 1,5km hinter mir lassen, bei der Kilometermarke 2 wurde ich dafür von einer anderen Walkerin überholt. Fast genau 2000m weiter hatte ich sie wieder eingeholt und machte mich auf die Aufholjagd nach dem Zweitplatzierten. Obwohl das Tempo etwas einbrach, blieb es ein sehr schneller Wettkampf und man konnte immer die vor einem liegenden Walker sehen. Ab der 5-Kilometer-Marke konnten die vorne liegenden Walker dann die ersten Läufer des 10k-Laufes überholen. Ca 400 Meter vor dem Ziel schaffte ich es dann mit einem fulminanten Endspurt doch noch, zum Zweitplatzierten aufzuschließen und ihn noch zu überholen. Mit neuer persönlicher Bestzeit von 1:11:57h wurde ich 2. in der Gesamtwertung und war der 1. Nordic-Walker im Ziel.
Es war alles in allem ein sehr schöner, schneller und spannender Wettkampf. Zwischen Platz 2 und 4 war für mich alles möglich. Der Lauf war gut kilometriert, die Strecke war mit Hinweistafeln und großen Markierungen auf dem Boden hervorragend ausgeschildert und 3 Getränkestände sorgten für den notwendigen Flüssigkeitsausgleich. Die Strecke führte ca. 60% über Asphalt und 40% über Wald- und Kieswege. Nach dem Zieleinlauf konnte man sich zu zivilen Preisen kulinarisch stärken und es gab auch genügend überdachte Plätze um trocken zu bleiben. Leider musste die Siegerehrung wegen technischer Probleme ausfallen. Hier liegt auch mein einziger Kritikpunkt: die Athleten erfuhren erst nach über 90 Minuten, dass es keine Siegerehrung geben würde, ziemlich lang, wenn man verschwitzt bei 17°C im Freien steht. Aber abgesehen davon eine Top-Veranstaltung, die ich für die kommende Saison wieder in den Wettkampf-Terminkalender aufnehmen werde.
Sonntag, 10. August 2014
Die Wasserschlacht beim Volkslauf "Rund um Süssendell", 08.08.14
Am Freitag, den 08.08.14 um 18:50 Uhr fand der 9. Volkslauf Rund um Süssendell statt. Da es von meiner Arbeit nur ein paar Minuten dorthin sind, bot es sich an dort wieder teilzunehmen.
Die Wettervorhersage sagt max. 0,5mm Niederschlag voraus und das Regenradar ab 18:30 Uhr große Wolkenlücken. Also fuhr ich nach Mausbach, kam pünktlich an und - tatsächlich regnete es nicht mehr.
Die Startnummernausgabe verlief reibungslos. Die üblichen "Kollegen" waren auch da. Wir machten uns zusammen warm und gingen kurz vor dem Start in die Startaufstellung. Diesmal stand ich ganz gegen meine Gewohnheit ganz vorne. Im vergangenen Jahr hatte mich ein Grüppchen Walkerinnen geblockt und dem wollte ich vorbeugen.
Der Start verlief reibungslos, allerdings bremste mich schon nach nur 300 Metern ein einparkendes Auto aus. Wild fluchend und zusammen mit einigen Zuschauern auf den Autofahrer schimpfend (er parkt ja nur bei einer Laufveranstaltung), walkte ich weiter. Ich nahm mir den Erstplatzierten als Tempomacher vor und hängte mich an ihn. Einmal wurde ich dabei für ca 500 Meter überholt, aber nachdem ich die Kollegin hinter mir gelassen hatte, setzte ich mich nach 3 Kilometern an die Spitze.
Im Vergleich zum Vorjahr waren sehr wenige Streckenposten an der Piste, aber dieses Mal an den "neuralgischen" Stellen. Außerdem war die Strecke mit großen roten Pfeilen auf dem Boden markiert, so dass ich nicht Gefahr lief, mich zu verlaufen.
Aber ich durfte am eigenen Leib erfahren, was es heißt, wenn im Wetterbericht "0,5 mm Niederschlag" steht: nach ca. 4 km setzte leichter Regen ein, der sich dann ab dem 7. Kilometer in Starkregen verwandelte. Aber - ich bin nicht aus Zucker, also: Augen zu und durch. Die Wasserstellen bei 4,5 und 7,5 Kilometern waren mir sehr willkommen und an genau den richtigen Stellen. Ich lief sehr entspannt und rund und konnte mich etwas absetzen. Nur musste ich meinen Pace im Auge behalten, um im Tempo nicht einzubrechen.
Im Ziel wurde ich vom Kommentator Peter Borsdorff empfangen und wurde auf den letzten paar Metern vor dem Ziel noch vom ersten der Läufer über 10k überholt. Mit einer neuen persönlichen Bestzeit konnte ich die Ziellinie nach nur 1:14:06 h über"walken". Ohne das Scharmüzel mit dem Autofahrer nach dem Start hätte ich die 1:14er-Marke noch knacken können.
Aber mein Fazit: alles , im allen eine schöne Veranstaltung, die durch die Beschaffenheit der Strecke sehr attraktiv ist: 80% Wald- und 20% Asphaltboden. Der Wettkampf war besser organisiert als im vergangenen Jahr, aber es gäbe natürlich auch noch einige Punkte zu verbessern. So mussten die Walker in Regen über eine Stunde auf die Siegerehrung warten und der Herr vom LAC Mausbach, der die Siegerehrung vornahm, hatte ziemliche Probleme, die Namen auf den Urkunden vorzulesen, außerdem war die Akustik auf dem Sportplatz nicht besonders gut - in einer Entfernung von 10 Metern konnte man fast nichts mehr verstehen. Aber trotzdem: beide Daumen hoch, für mich war es der erste Saisonsieg, die neue persönliche Bestzeit und dank des Starkregens war auch meine Brille mal wieder gründlich sauber *grins*. Nächstes Jahr bin ich auf jeden Fall wieder dabei.
Die Wettervorhersage sagt max. 0,5mm Niederschlag voraus und das Regenradar ab 18:30 Uhr große Wolkenlücken. Also fuhr ich nach Mausbach, kam pünktlich an und - tatsächlich regnete es nicht mehr.
Die Startnummernausgabe verlief reibungslos. Die üblichen "Kollegen" waren auch da. Wir machten uns zusammen warm und gingen kurz vor dem Start in die Startaufstellung. Diesmal stand ich ganz gegen meine Gewohnheit ganz vorne. Im vergangenen Jahr hatte mich ein Grüppchen Walkerinnen geblockt und dem wollte ich vorbeugen.
Der Start verlief reibungslos, allerdings bremste mich schon nach nur 300 Metern ein einparkendes Auto aus. Wild fluchend und zusammen mit einigen Zuschauern auf den Autofahrer schimpfend (er parkt ja nur bei einer Laufveranstaltung), walkte ich weiter. Ich nahm mir den Erstplatzierten als Tempomacher vor und hängte mich an ihn. Einmal wurde ich dabei für ca 500 Meter überholt, aber nachdem ich die Kollegin hinter mir gelassen hatte, setzte ich mich nach 3 Kilometern an die Spitze.
Im Vergleich zum Vorjahr waren sehr wenige Streckenposten an der Piste, aber dieses Mal an den "neuralgischen" Stellen. Außerdem war die Strecke mit großen roten Pfeilen auf dem Boden markiert, so dass ich nicht Gefahr lief, mich zu verlaufen.
Aber ich durfte am eigenen Leib erfahren, was es heißt, wenn im Wetterbericht "0,5 mm Niederschlag" steht: nach ca. 4 km setzte leichter Regen ein, der sich dann ab dem 7. Kilometer in Starkregen verwandelte. Aber - ich bin nicht aus Zucker, also: Augen zu und durch. Die Wasserstellen bei 4,5 und 7,5 Kilometern waren mir sehr willkommen und an genau den richtigen Stellen. Ich lief sehr entspannt und rund und konnte mich etwas absetzen. Nur musste ich meinen Pace im Auge behalten, um im Tempo nicht einzubrechen.
Im Ziel wurde ich vom Kommentator Peter Borsdorff empfangen und wurde auf den letzten paar Metern vor dem Ziel noch vom ersten der Läufer über 10k überholt. Mit einer neuen persönlichen Bestzeit konnte ich die Ziellinie nach nur 1:14:06 h über"walken". Ohne das Scharmüzel mit dem Autofahrer nach dem Start hätte ich die 1:14er-Marke noch knacken können.
Aber mein Fazit: alles , im allen eine schöne Veranstaltung, die durch die Beschaffenheit der Strecke sehr attraktiv ist: 80% Wald- und 20% Asphaltboden. Der Wettkampf war besser organisiert als im vergangenen Jahr, aber es gäbe natürlich auch noch einige Punkte zu verbessern. So mussten die Walker in Regen über eine Stunde auf die Siegerehrung warten und der Herr vom LAC Mausbach, der die Siegerehrung vornahm, hatte ziemliche Probleme, die Namen auf den Urkunden vorzulesen, außerdem war die Akustik auf dem Sportplatz nicht besonders gut - in einer Entfernung von 10 Metern konnte man fast nichts mehr verstehen. Aber trotzdem: beide Daumen hoch, für mich war es der erste Saisonsieg, die neue persönliche Bestzeit und dank des Starkregens war auch meine Brille mal wieder gründlich sauber *grins*. Nächstes Jahr bin ich auf jeden Fall wieder dabei.
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