Sonntag, 18. Januar 2015

8. Waldwalking am 17.01.15 in Nettetal-Hinsbeck

Da mir der 7. Waldwalking-Tag im vergangenen Jahr so gut gefallen hat, stand auch dieses Jahr "Waldwalking" in Nettetal-Hinsbeck auf meinem Terminkalender. Für den 17. Januar war gutes Wetter angesagt, also konnte mich nichts aufhalten. Und so fuhr ich am Samstag morgen nach Hinsbeck. Die Fahrt ging reibungslos und da ich mich sehr früh auf den Weg gemacht hatte, war ich auch mehr als zeitig vor Ort. Diese Zeit nutzte ich, um mich umzusehen und Flyer für die DM in Roding auszulegen.

Die Startnummernausgabe verlief reibungslos wie immer. Langsam kamen auch die anderen Walker an und ich konnte das ein oder andere bekannte Gesicht ausmachen. Wir begrüßten uns freundlich und führten einige interessante Gespräche. Das Einzugsgebiet dieses Waldwalkings ist enorm. Es reicht von der Eifel über Aachen bis zum Köln/Düsseldorfer Gebiet.
Ca. 30 Minuten vor dem Start hatte sich dann auch der Nebel aufgelöst und es kam die Sonne durch. Es war mit ca. 1°C zwar kalt, aber ich war gut vorbereitet. "Zwiebellook mit Shorts und Jacke" hieß meine Devise. Unter meinen kurzen Laufhosen trug ich Thermo-Kompressionskleidung.

Nachdem ich mich etwas aufgewärmt hatte, fiel pünktlich um 11 Uhr der Startschuss. Leider waren auch wieder mindestens drei "Walker-Läufer" am Start. Einige der vorderen Walker haben ihnen allerdings eindeutig ihre Meinung gesagt.
Und so machten wir uns nach dem Startschuss auf die mir aus dem Vorjahr bereits bekannte Strecke. Das Anfangstempo war sehr hoch zwischen 6,9 und 7,1 min/km und wir kamen gut vorwärts. An zwei Stellen war es auf dem Asphalt etwas glatt, aber da zeichneten sich die vor mir liegenden Walker zur eindeutig sportliches Verhalten aus: sie warnten die Nachfolgenden und so kamen wir alle (soweit ich weiß) unbeschadet durch.
Als es das erste Mal durch den Wald auf die Hinsbecker Höhen hinauf ging konnte ich wie immer etwas Boden gut machen und zwei vor mir liegende Walker überholen. Sehr gefreut hat mich, dass offensichtlich ein Leser dieses Blogs unter den Teilnehmern war. Er hatte mir eröffnet, dass er aufgrund meines Berichtes vom vergangenen Jahr auf den Walk aufmerksam wurde und sich deshalb angemeldet hatte.
Als ich die Höhe erreicht hatte lichtete sich das Feld merklich, die meisten bogen zum Zieleinlauf der 6km ab. Wir anderen machten uns auf die zweite Runde, denn der Waldwalking-Wettkampf ist über die unübliche Distanz von 12 Kilometern. Am Anfang der zweiten Runde kam dann auch der Wasserstand, der mir zu dem Zeitpunkt aufgrund mittlerweile steigender Temperaturen auch sehr willkommen war. Ich konnte nur noch einen Nordic-Walker vor mir sehen, den ich zuvor an einer Engstelle vorbeigelassen hatte. Er hatte allerdings ca. 200 bis 300 Meter Vorsprung, so dass ich ihn nicht einholen konnten. Wir hatten auf der zweiten Runde ungefähr das gleiche Tempo. So versuchte ich mein Tempo zu halten um unter die 1:30h zu kommen.
Beim Zieleinlauf hatte ich auf meiner Uhr eine Zeit von knapp 1:30h, damit war ich der zweite Nordic-Walker im Ziel. Vor mir war noch ein Nordic Walker eingelaufen und ein Walker (der wurde aber getrennt gewertet, außerdem war es der oben erwähnte Walk-Läufer). Mein amtliche Endzeit lautet 1:29:45h, damit habe ich mein Ziel erreicht, die 90 Minuten-Marke zu unterbieten.
Ich war zufrieden und holte mir am Verpflegungsstand im Ziel einen warmen Tee. Außerdem gab es Äpfel und Bananen, was von einem örtlichen Lebensmittelhändler zur Verfügung gestellt wurde.
In geselliger Runde unterhielten wir uns noch über die "Walker-Läufer", die wir aber geschlossen ignorierten - mit ihnen sprach keiner von uns. Gemeinsam nahmen wir auch noch den einen oder anderen Zieleinläufer in Empfang und dann gingen wir zusammen in die nahe gelegene Jugendherberge. Dort war schon jede Menge Trubel - zusätzlich zu den Hausgästen der "JuHe" waren auch die ersten Läufer für die Kinder- und Jugendläufe angekommen. Und so unterhielten wir uns noch einige Zeit bei einer Tasse Kaffee und machten uns dann nacheinander auf den jeweiligen Heimweg. Mit einem Teilnehmer habe ich mich zu DM in Roding "verabredet" - mal sehen, ob es so klappt, wie wir es uns vorstellen.

Von meiner Seite an dieser Stelle wieder ein großes Lob und ein dickes Dankeschön an den VFL-Hinsbeck und alle Helfer. Die Strecke war gut markiert und an allen kritischen Stellen standen Streckenposten. So konnte sich niemand verlaufen und alle haben ins Ziel gefunden. Einer meiner Vorschläge vom letzten Jahr wurde auch umgesetzt: es gibt jetzt getrennte Zieleinlauflisten für  Walker und Nordic-Walker. Herzlichen Dank dafür auch an Frau Heydhausen für die Umsetzung und das nette Gespräch. Schön wars und - Bis im nächsten Jahr!

Montag, 8. Dezember 2014

A walk in the park...

In meiner Jugend war eines (neben vielem anderen natürlich) Pflicht: Kirchgang an den "hohen Feiertagen" Ostern und Weihnachten. Nachdem ich in der Kindheit jeden Sonntag zur Kinderkirche gegangen war, zur Jungschar, und dann auch während der Konfirmandenzeit die meisten Kirchbesuche aufweisen konnte, war ich ja mit 21 Jahren aus dem Verein ausgetreten. Danach gestaltete sich mein Verhältnis zu Glauben und Kirche auf freiwilliger Basis und sieht heute so aus, dass ich im Gedenken an mir liebe Verstorbene gerne in St Paul's in London ein stilles Gebet spreche oder im Dom zu Köln oder Aachen eine Kerze anzünde. Und ich besuche auch gerne Mitternachtsgottesdienste zu Heilig Abend. Aber das wars auch.
Aber ein Krippenspiel, das wollte ich mir doch mal wieder eines anschauen. Schon seit Jahren. Seit ich in Erkelenz wohne, hatte ich das schon geplant. Und dieses Jahr war es soweit.
Am 2. Advent fuhren Walter und ich nach Schloss Dyck. Auf dem wunderschönen Gelände, das wir ja schon von der dortigen Lauf-Veranstaltung kannten, wurde zur Schlossweihnacht eingeladen. Schade, dass kein Schnee lag. So verkam der Weihnachtsmarkt mehr zum Kunsthandwerkermarkt, aber dafür kann ja keiner etwas.
Und dennoch zog die Veranstaltung uns vom ersten Stand an in ihren Bann. Kunsthandwerk von Filz bis Marmelade, von Senf bis Drechselware - eigentlich war für jeden etwas dabei. Dazu flanierten Engel und ein Nikolaus (stilecht in Gold, nicht in rot!) über das weitläufige Gelände und verteilten Äpfel, Birnen und Bonbons an Kinder und manchmal auch an brav aussehende Erwachsene. Naja, Walter bekam auf jeden Fall einen leckeren Apfel von der Obstplantage.
Nach der zweiten Tasse Kaffee bei 6°C wurde es dann Mittag, Zeit fürs Krippenspiel. Der Treffpunkt war am Wassergraben und als wir ankamen waren auch schon jede Menge Familien mit Kindern vor Ort. Zum Auftakt lud der Herold die Anwesenden ein, ihn auf einen Spaziergang durch die Weihnachtsgeschichte zu begleiten. Eine kleine Runde durch den Park entlang mehrerer Schauplätze der Geschichte der Geburt Jesu.
Die Geschichte an sich ist ja alt bekannt. Allerdings wurde sie gekonnt, launig und vor allem Kind gerecht dargebracht. So traf an der ersten Station der Herold auf Jesus und die hoch schwangere Maria. Er konzentrierte sich im Gespräch sehr modern auf das Wichtigste: Wo übernachtet ihr? Wieso reist ihr überhaupt so weit, wo ihr doch demnächst euer Kind erwartet? Und überhaupt: was schert uns die Volkszählung, Hauptsache, das Kind kommt gesund zur Welt!
Vorbei am Engel des Herrn, der in einer Baumkrone erschien, den heiligen Drei Königen ging es weiter bis zu Bethlehems Stall, in dem Maria und Josef glücklich ihr Baby in der Krippe betüddelten. Ich hatte ein bisschen Pipi in den Augen, als dort dann "Ihr Kinderlein kommet" gesungen wurde. Und, schön oder nicht - ich habe mitgesungen!
Knapp eine halbe Stunde dauerte der Krippenspiel-Spaziergang. Und er hat sich absolut gelohnt. Die Darsteller legten eine große Begeisterung an den Tag und das griff auf die Zuschauer über. Die zahlreichen Kinder, die mit auf dem Spaziergang waren, waren gebannt vom Schauspiel, so dass keines gequengelt oder geweint hat. Es war einfach, um es mit einem Wort zu sagen: SCHÖN.
Zwar ist der Eintritt mit 12 Euro nicht gerade ein Schnäppchen. Aber es war seinen Preis wert. Außerdem bekamen wir von einem Engel außer dem leckeren Apfel noch Gutscheine für heißen Apfelpunsch von Äpfeln von der eigenen Plantage, bei dessen Einlösung man auch die dort angebauten Äpfel und Birnen probieren konnte.
Alles in allem auf jeden Fall ein schöner Ausflug - nächstes Jahr bestimmt wieder. Vielleicht dann auch mit Schnee, wer weiß?

Dienstag, 2. Dezember 2014

20. Mondorfer Weihnachtslauf, 30.11.14

Eigentlich sind mir ja knappe über 90 km einfache Strecke für einen 10k Wettkampf zu weit. Mein Walkingfreund bot mir an mich mitzunehmen. Er war vorgemeldet, konnte aber verletzungsbedingt nicht starten. So fuhr ich mit der Bahn am frühen Sonntag Morgen zum vereinbarten Treffpunkt und wir fuhren gemeinsam nach Niederkassel-Mondorf. Die Anfahrt war gemütlich und wir hatten einige Zeit zum Plaudern. In Mondorf angekommen war auch schon ein Ordner vor Ort, der die ankommenden Starter auf die Parkplätze ein wies. Vom Parkplatz aus waren es ca. 5 min. Fußweg zur Startnummernausgabe. Die Nachmeldung und die Chipausgabe verliefen ohne Probleme. Dank ihrer guten Organisation bewältigten die Helfer den großen Andrang aber sehr souverän.
Mein Walking-Kollege und ich waren sehr zeitig dran, deshalb hatten wir noch Zeit, einen Kaffee zu trinken und andere Walker zu begrüßen die wir von anderen Wettkämpfen kannten, ich nenne sie ja gerne "die üblichen Verdächtigen".
Kurz vor dem Start hatte ich noch Zeit, mir den nahe liegenden Weihnachtsmarkt anzuschauen. Denn vor den Walkern starteten die Läufer auf zwei Distanzen, außerdem waren auch weit über 300 Bambinis und Schüler zum Wettkampf angetreten. Ich konnte also gemütlich noch mal zum Wagen gehen, meine Stöcke holen und die schnellen Schuhe anziehen. Danach fing ich an mich etwas warm zu machen.
Pünklich um 10:28 Uhr fiel der Startschuss für die Walker und ca. 30 Sekunden danach der Startschuss für die Nordic-Walker. Ich stieg mit relativ hohem Tempo ein und machte mich mit zwei anderen Nordic-Walkern daran, die knapp 70 Walker vor uns zu überholen. Es ging durch verschiedene Ortsteile zum Rhein, wo es dann auf der Wiese neben dem Rheindamm weiter ging. Nach ca. 2 km hatten wir fast alle Walker überholt. An einer Engstelle ließ ich einen gleich schnellen Nordic Walker um der Sicherheit Willen an mir vorbei ziehen. Sie war einfach zu eng, um gemeinsam an den letzten vor uns verbliebenen Walkern vorbei zu kommen.
Er setzte sich etwas ab und ich verlor ein bisschen an Tempo, sodass mich ein weiterer Nordic Walker hinter der Engstelle überholte. Aber bei ca. 2,5 km war es wie in der Danone-Werbung: irgendwann kriegen wir sie alle - ich hatte glücklich alle Walker überholt.
Über den Rhein ging es durch ein kleines Waldstück zur 1. Schleife. Kurz vor Ende der Schleife überholte ich den vor mir liegenden Nordic-Walker. Das Tempo war bis dahin sehr schnell zwischen 7 und 7,1 min/km. Der an vorderster Stelle liegende Nordic-Walker war in Sichtweite, ca. 100 bis 150m vor mir. Er wurde von einem Radfahrer des TUS Mondorf "begleitet", der uns den Weg wies. Vor der 1. Schleife befand sich ein Wasserstand, den aber bei 2°C Außentemperatur eigentlich keiner wirklich benötigte.
Nach der Schleife ging es zurück auf den Reindamm entlang in Richtung der zweiten Schleife. Dort waren 2 Stellen, an denen man auf entgegenkommende Walker treffen konnte. Aber der Weg war in der Mitte geteilt, die Absperrungen machten ein Verlaufen und Kollisionen unmöglich. Auf der zweiten Schleife begleitete uns Dudelsackmusik und so ging es mit musikalischer Motivations-Spritze auf die restlichen 1,5km in Richtung Ziel wieder in den Ort. Dort wurden wir von einer großen Zuschauermenge und dem Moderator begrüßt. Die Zuschauer erwiesen sich als sehr sportlich: sie feuerten jeden an und so freute ich mich unter Applaus über meine Endzeit von genau 1:12:00. Damit wurde ich 2. im Gesamteinlauf und 1. in der AK M45.
Alles im allen war der Lauf und alle anderen Läufe super organisiert. Meiner Meinung nach der am besten organisierte Lauf in diesem Jahr. Es waren überall Markierungen und Streckenposten vorhanden. Es konnte sich keiner verlaufen. Vor dem ersten und nach dem letzten Walker waren Fahrradfahrer. Alle Helfer waren sehr sehr freundlich und trotz der kalten Temperaturen mit großem Eifer dabei. Nach dem Lauf konnte man sich mit warmen Tee, Wasser, Fassbrause und Bananen stärken. Die Siegerehrung fand pünktlich, wie angekündigt um 12:50 Uhr statt. Es wurden alle AK Sieger geehrt, was auch eine Seltenheit bei Walkingveranstaltungen ist.
Ein sehr sehr großes Lob an den TUS Mondorf, besser kann man eine Veranstaltung dieser Art und mit diesen Anmeldeszahlen (über 1900 Anmeldungen) nicht organisieren. Mein Dank gilt auch den über 80 Helferinnen und Helfern für Ihren großartigen Einsatz. Ich bin gerne im nächsten Jahr wieder dabei und fahre dann auch gerne die 180 km!!

Dienstag, 11. November 2014

18. Rursee-Marathon-Walk, 08.11.2014

Rursee-Marathon-Walk – bislang war diese Veranstaltung immer einer der Höhepunkte meiner Walkingsaison. Eine absolute Pflichtveranstaltung. Daher fuhr ich auch in diesem Jahr, am 8.11., in die Eifel. Mit meinem Walking-Kollegen Heinz war ich fest verabredet (er wollte allerdings nicht mit walken, sondern nur als Schlachtenbummler anwesend sein). Auf der Vormelderliste hatte ich aber auch noch andere Walkingkolleginnen und –kollegen gefunden, einige davon hatte ich schon länger nicht mehr gesehen und freute mich entsprechend auf die Unterhaltungen mit ihnen.
Da Einruhr nicht direkt um die Ecke liegt, und ich wusste, dass es direkt am Start/Ziel nur wenige Parkplätze gibt, fuhr ich ziemlich früh los und war so zeitig vor Ort, dass der Aufbau noch in vollem Gange war.
Die Startnummernausgabe verlief wie immer reibungslos und es gab wieder nette Give-Aways der Sponsoren. Außerdem hatte ich Glück, meine bevorzugten Laufschuhe zu einem fantastischen Preis am Stand eines örtlichen Sportartikelhändlers zu erstehen. Bei zwei Tassen Kaffee gab es nette Unterhaltungen mit Walking-Kollegen und schnell war es auch schon Zeit, sich aufzuwärmen.
Pünktlich um 12.30 Uhr fiel der Startschuss. Die Strecke war mir ja aus den Vorjahren schon bekannt: die "kleine" Runde um den Rursee. Aber nicht nur eben am Ufer entlang und über die Staumauer. Nein, zwei Mal führt der Weg über „fiese“ Steigungen aus dem Tal hinaus und man hat stellenweise einen sehr schönen Ausblick über den See. Naja, hätte man. Wenn man nicht auf den zum Teil steinigen Weg, die Stöcke und die anderen Walker achten müsste. Also hatte ich von der Aussicht nicht wirklich viel. Ich konnte den einen oder anderen Walker überholen, der eine oder andere zog an mir vorbei.
Nach der ersten Steigung ging es über die Urftstaumauer zum ersten Getränkestand, der mir sehr willkommen war. Danach ging es ziemlich eben am Ufer entlang in Richtung Rurberg. Ich versuchte mein Tempo so gut es ging um die 7,5 min/km zu halten und mich nicht von einigen Walker-Läufern ärgern zu lassen. Meine Zwischenzeit bei 10 km war 01:14.00, damit war ich vollkommen zufrieden.
Bei Rurberg kam dann die zweite Getränkestation und die zweite sehr "gemeine" Steigung. Danach ging es wieder bergab über eine ziemlich matschige Wiese. Wie in den Jahren zuvor haben meine Waden das etwas übel gelaunt überstanden und mit leichten Krämpfen geantwortet. Ein kurzes Dehnen half aber ganz gut. Dann galt es, den Kollegen, der mich während des Dehnens überholen konnte, wieder einzuholen. Ca. 1 km vor dem Ziel warteten zwei Walkingkollegen, die verletzungsbedingt nicht starten konnten, auf mich und feuerten mich an. Im Ziel nahm mich dann wie immer auch Peter Borsdorff mit seiner Kamera und dem Spendenschuh in Empfang.
Das Ziel erreichte ich in der Zeit von 2:08:22 als 12. im Gesamteinlauf. Wenn ich die Walker-Läufer abziehe und diejenige die abgekürzt hat, wäre es wohl der 8. oder 9. Platz gewesen.
Der Lauf war wie immer gut organisiert und die Strecke ist einfach wunderschön. Leider war zum ersten Mal die Ziel-Einlauf-Liste nur nach Alphabet sortiert und nicht nach der erreichten Zeit und auch auf den Urkunden, die man sich selbst ausdrucken kann, sind keine Platzierungen vermerkt. In den Augen der Veranstalter sind die (nordic) Walker wohl eher als Wanderer, denn als Sportler zu sehen.
Wie immer befand sich der zweite Getränkestand direkt vor der letzten heftigen Steigung. Da gilt es immer, abzuwägen: nichts trinken und dann irgendwann zu dehydrieren oder sich vor dem Anstieg einen Schluck gönnen und Magenrummeln oder Seitenstiche riskieren. Beides nicht besonders angenehm. Dass es auch anders geht, beweist der Veranstalter jedes Jahr beim Lauf am Sonntag. Da ist sowohl vor als auch nach der Steigung ein Wasserstand. Wieso also nicht bei den Walkern ebenso?

Leider gibt es, wie bei vielen Veranstaltungen dieser Art reichlich Gelegenheit zu unsportlichem Verhalten. Keiner kann kontrollieren, ob die korrekte Strecke gewalkt wird, oder ob gewalkt oder gelaufen wird. Ich selbst habe mindestens 3 Walker-Läufer gesehen. Außerdem haben einige wohl (auch nach eigener Aussage) abgekürzt. Dies könnte man durch ein oder zwei Schiedsrichtern auf Fahrrädern unterbinden. Für mich ist es ein schöner Walk in schöner Umgebung, vielleicht sogar der schönste. Verpflegung war zu zivilen Preisen erhältlich. Aber dadurch, dass die Walker so stiefkindlich als Sportler zweiter Klasse behandelt werden, steht nicht nur hinter meiner Teilnahme im kommenden Jahr ein dickes Fragezeichen.


Mittwoch, 5. November 2014

42. internationaler Volkslauf in Übach-Palenberg, 02.11.2014

Zum ersten Mal seit ich an Wettkämpfen teil nehme, fielen der Volkslauf in Übach-Palenberg und der Rursee-Marathon nicht auf das selbe Wochenende. Daher konnte ich kurz entschlossen am 2.11. in Übach Palenberg starten. Die Voranmeldung per Email war problemlos und die Bestätigungsmail  kam praktisch postwendend.
Sonntag Morgen machte ich mich dann auf den Weg nach Übach-Palenberg. Mit dem Navi war der Veranstaltungsort einfach zu finden. Die Startnummernausgabe verlief reibungslos. Kurz vor dem Start ist dann auch mein Walking-Kollege eingetroffen. Gemeinsam machten wir uns ein bisschen warm.
Pünklich um 10 Uhr fiel der Startschuss. Auf dem Papier hatte die Strecke relativ einfach ausgesehen. Jaja, Papier ist halt geduldig. Denn nach ca. 1,5 km kam eine richtig "Rampe" über ca. 200 Meter Länge. Um diese zu überwinden, musste man sich schon etwas anstrengen. Der Rest der Strecke war flach und ging über asphaltierte und sehr harte Wald- und Forstwege. Als problematisch erwiesen sich die viel zu instabil gehaltenen Streckenmarkierungen. Diese waren als Papierpfeile an dünnen Stäben angebracht. Zwar gab es reichlich Pfeile (es gab ja neben dem Nordic Walking auch noch andere Disziplinen mit zum Teil anderen Strecken), aber durch den teilweise starken Wind klappten sie ein und man konnte beim besten Willen den eigenen richtigen Weg nicht mehr erkennen.
So kam es dann auch, dass ich auf der unbekannten Strecke einmal zu früh abgebogen bin und die Strecke somit für mich unbeabsichtigt etwas abkürzte.
Nach einer Schleife ging es dann den Weg zurück, dieses Mal ging es über die "Rampe" bergab  zurück zum Start. Im Ziel sagte ich dann dem Zeitnehmer sofort, dass ich ein mal zu früh abgebogen bin und er bitte 7 Minuten zu meiner Endzeit addieren solle. Trotzdem reichte meine Zeit von 51:15 Minuten zum 1. Platz über die 7,6 km Walking.
Abgesehen von der Beschilderung war der Lauf gut organisiert, alles verlief reibungslos. Die Siegerehrung war ca. eine Stunde nach dem Zieleinlauf. Allerdings führte die Strecke leider zu 100% über Asphalt. Wenn der Veranstalter im kommenden Jahr die Pfeile verstärkt (eine Möglichkeit wäre, sie einfach zu laminieren) oder vielleicht Richtungspfeile auf dem Boden aufmalt, dann wäre wahrscheinlich nicht nur mir geholfen. Ansonsten: gerne wieder.

Sonntag, 19. Oktober 2014

55. Hambacher Herbstwaldlauf, 19.10.2014

Da die Nordic-Walking DM abgesagt worden ist, habe ich mich auf die Suche nach einer Alternative in meiner Nähe gemacht. Allerdings lag wohl ein Fluch auf dem Datum, anders kann ich mir nicht erklären, dass auch meine erste Alternative (der Jahrhundertlauf am Edersee) abgesagt wurde.
Im Internet bin ich dann auf den Hambacher Herbstwaldlauf aufmerksam geworden und weil sich die Strecke sehr schön anhörte, entschloss ich mich, daran teilzunehmen. Leider wurde für die Walker nur die 7,1 km Variante angeboten, also schon fast ein Nordic-Walk-Sprint.
Entgegen meiner Erwartungen verlief meine Anfahrt reibungslos. Da weder mein Navi noch Google.Maps den Startpunkt kannten, hatte ich so meine Bedenken gehabt, selbigen zu finden. Dankenswerter Weise war der Start auch schon von der Hauptstraße aus ausgeschildert. Da ich, wie immer, etwas früher vor Ort war, konnte ich einen Parkplatz nur knapp 80 Meter vom Start ergattern.

Die Startnummernausgabe verlief reibungslos und mein befreundeter Walker war auch da. Leider konnte er nicht starten. Er war am Vortag den Rotharsteig-Halbmarathon gewalkt und wollte seine kaputten Gelenke was schonen. Außer ihm waren aber noch einige weitere bekannte Gesichter da. Kurz vor der Startaufstellung fiel mir bereits beim Aufwärmen ein Nordic-Walker-Läufer ins Auge und negativ auf.
Der Startschuss war pünktlich um 10:30 Uhr und ich setzte mich sofort an die Spitze, kurz hinter mir ein Walker mit sehr schöner Technik. Der Pace, den wir beide aufnahmen, lag bei ca. 6,9 min/km und wir kamen gut ab dem 1. km nebeneinander voran. Von der Strecke wurden wir nicht enttäuscht, nur Wald-, Kies- und Sandwege und immer durch den Wald. Ab und zu musste man größeren Steinen ausweichen, schließlich ist die Sophienhöhe die Abraumhalde des ehemaligen Tagebaus.
Leider habe ich mir schon nach dem 1. km etwas den linken Fuß vertreten, doch das konnte mich höchstens etwas bremsen, aber nicht aufhalten! Wir pendelten uns bei 7,1 bis 7,2 min/km ein. Nach der 1. Schleife ging es dann wieder durch den Start- und Zielbereich und weiter auf die etwas größere 2. Schleife, wo die Wege dann auch etwas enger wurden. Der Kollege und ich blieben aber eigentlich die ganze Zeit auf gleicher Höhe.
Beim 5. Kilometer ließ uns beide ein Geräusche hinter uns aufhorchen. Wir drehten uns kurz um - ja, da war er: der laufende Nordic-Walker! Lautstark machten wir ihn darauf aufmerksam, dass er laufen würde. Wie eigentlich alle laufenden Walker reagierte er pampig und protestierte. Allerdings hätte er seinen Rückstand von mehreren 100 Metern in so kurzer Zeit nie im Leben regel-gerecht aufholen können. Mein neben mir walkender Kollege und ich verstanden uns ohne Worte: sollte der "Läufer" versuchen, zu überholen, bremsen wir ihn aus. Aber er probierte es vorsichtshalber gar nicht, so wie es aussah hatte ihn die Kondition beim Nordic-Laufen dann doch etwas verlassen.
500 Meter vor dem Ziel beschlossen der Kollege und ich, gemeinsam die Ziellinie zu überqueren. Dort wurden wir auch wieder von Peter Borsdorff von Running for Kids empfangen. Auf diesem Weg wieder ein großes Danke für die schönen Bilder. Da die Zeitnahme-Software einen zeitgleichen Zieleinlauf anscheinend nicht vorsieht, ist zwischen mir und dem Kollegen dann doch eine Sekunde Unterschied. Aber sei's drum. So wurde ich halt mit einer Zeit von 51:27 min 1. bei den Nordic Walkern und mein walkender Partner mit 51:28 min. 1. bei den Walkern. Bei der Siegerehrung ignorierten wir den Nordic-Läufer sehr gekonnt. Dabei sei aber noch zu erwähnen, dass seine Frau korrekt gewalkt ist, vielleicht sollte er bezüglich der Walking-Technik bei ihr mal Nachhilfe nehmen.
Es war insgesamt eine sehr gut organisierte Veranstaltung. Alles war perfekt markiert, so konnte sich keiner verlaufen und auch die Wege im Start- und Zielbereich waren gut abgesperrt. Die Laufstrecke ist sehr schön und führt zu 100% über Wald-, Sand- und Kieswege. Die Siegerehrung fand ca. 1 Stunde nach dem Einlauf statt. Schade ist nur, dass die 14km Strecke nicht für die Walker angeboten wird. Dies ist auch mein einziger Verbesserungsvorschlag. Es wäre sehr sehr schön, wenn die längere Strecke auch für die Walker und Nordic-Walker angeboten würde. Gerne nächstes Jahr wieder!





Mittwoch, 15. Oktober 2014

36. Gillrather Volkslauf, 12.10.2014

Es ist schon langsam Tradition, dass ich im Oktober beim Gillrather Volkslauf starte.
So fuhr ich auch am Sonntag, den 12.10.2014 wieder in die Teverener Heide. Das Wetter war wieder einmal sehr schön und ich hatte mich schon im Vorfeld mit einem befreundeten Walker dort verabredet.
Hinter der Feuerwehr in Gillrath gab es ausreichend Parkplätze und von dort sind es nur wenige Meter bis zum Sportplatz. Die Startnummernausgabe war wie immer sehr gut organisiert und alles klappte reibungslos. Mein Walking-Kollege war auch schon da und wir hielten bei einer Tasse Kaffee noch einen kurzen Schwatz über die Ereignisse der letzten Wochen.
Auch er konnte es nicht fassen, dass die Nordic-Walking DM abgesagt worden ist. Allerdings konnte er seine Fassungslosigkeit über das Unvermögen des Veranstalters nicht verbergen. "Gut, dass nächstes Jahr ein seriöser und vernünftiger Veranstalter diesen Wettkampf übernimmt", war seine Aussage.
Ca. 30 Minuten vor dem Start machten wir uns warm und gingen dann gemeinsam zur Startaufstellung auf der Straße. Ich wurde noch etwas damit aufgezogen, dass ich mich im vergangenen Jahr "verlaufen" hatte. Dies würde mir dieses Jahr nicht passieren! Pünktlich um 10:35 Uhr fiel der Startschuss. Wie immer startete ich ganz hinten, um nicht mit den Läufern ins Gehege zu kommen und hängte mich an den befreundeten Walker. Schon bei ca. 1,5 km haben wir die ersten Läufer überholt und bei 2,5 km ließ ich dann den Kollegen hinter mir und setzte mich an die Spitze. Von da an musste ich aufpassen, mein Tempo nicht aus den Augen zu verlieren, da meine GPS-Uhr (vielleicht wegen der benachbarten AWACS) keinen richtigen Empfang hatte.
Die Strecke war wie immer sehr schön, Asphalt, Waldboden mit sandigen Abschnitten und Wiesen-Feldwege. Außerdem gibt es keine nennenswerten Steigungen. Bei ca. 5 km kam der Wasserstand, der gerne von mir angenommen wurde um Rachen und Hals zu befeuchten. Bei ca. km 8 wurde ich nach und nach von den zehn Führenden des Halbmarathons überholt. Danach ging es in den Endspurt.
Im Ziel war ich dann der erste Walker mit einer Zeit von 1:13:09 h. Ich war zufrieden mit meiner Zeit. Nach 4 Minuten kam dann mein walkender Kollege als 2. ins Ziel, wo ich schon mit einem Becher Wasser auf ihn wartete.
Der Lauf war wie immer sehr gut organisiert und sehr erfreulich fand ich, dass dieses Mal die Siegerehrung tatsächlich sehr zeitnah durchgeführt wurde. Super finde ich die Preise, die der DJK Gillrath vergibt. Statt Finisher-Shirts, Pokalen, Medaillen oder Handtüchern hat sich der Verein auf Nützliches verlegt. So konnte ich glücklich einen 5-Kilo-Sack Kartoffeln mit nach Hause nehmen.
Mein Dank geht an den DJK-Gillrath für die gute Organisation und an die Freiwillige Feuerwehr für die Unterstützung. Gerne nächstes Jahr wieder.
Und natürlich auch vielen Dank an Peter Borsdorff von Running4Kids für die tollen Fotos.