Montag, 16. März 2015

45. Internationaler Eschweiler Volkslauf, 15.03.2015

Auf meinem Terminkalender war der Eschweiler Volkslauf fest eingeplant, da ich ihn noch nicht kannte. Also hieß es am Sonntagmorgen mal wieder: früher aufstehen statt ausschlafen und rin inne Walking-Klamotten. Das Wetter war leider nicht so schön wie in den Tagen davor, es regnete leicht bei nur knapp 4°C.
Die Anfahrt verlief problemlos und es war auch schnell ein Parkplatz in der Nähe des Waldstadions gefunden. Leider war wegen des Wetters alles etwas matschig.
Die Startnummernausgabe verlief problemlos. Die bekannten Walkingkollegen waren auch alle da. Peter Borsdorff war auch vor Ort um mit seiner Sammelbüchse für seine Aktion „Running for Kids“ zu sammeln. Wie immer hatte er auch seine Kamera am Anschlag.
Nach einigen kurzen Gesprächen ging es daran, sich warm zu machen. Zum Glück hatte ich mich für warme Laufsachen entschieden und dies war die richtige Wahl, denn viel wärmer als die 4°C von 8 Uhr wurde es den ganzen Tag über nicht.
Da schon alle gemeldeten Walker und Nordic-Walker am Start waren, fiel der Startschuss einige Minuten früher. Die Strecke führte zuerst ca. 1,5 km durch den Ort, danach ging es ab in den Wald und der Untergrund wurde für mich besser. Es kamen aber auch die ersten Steigungen. Es war ein sehr hügeliges Streckenprofil, auf ein kurzes Gefälle kam nach der nächsten Kurve oder ein paar flache Meter später fast immer sofort wieder eine Steigung. Ab dem zweiten Kilometer konnte ich schon die ersten Läufer des 10k-Laufes überholen. Kurz nach dem fünften Kilometer kam der Wasserstand, der mir trotz der niedrigen Temperaturen willkommen war.
Danach ging es flach weiter, um kurz darauf (dann wieder im Wald) bergauf zu gehen. Ab ca. 7,5 km ging die Strecke dann nur noch bergab. Kurz vor dem Stadion war noch einmal Schlammschlacht angesagt: es ging über ein kurzes matschiges Wiesenstück. Die Stadionrunde zog den Teilnehmern buchstäblich fast die Schuhe aus. Die Aschebahn war natürlich auch vollkommen durchnässt. Im Ziel wurden wir dann von Peter Borsdorff empfangen, der jeden Läufer und Walker nochmal anfeuerte und die Finisher fotografierte. Das Ziel erreichte ich in 1:11 Std. und wurde 3. im Gesamteinlauf, womit ich vollkommen zufrieden war.
Nach einem kurzen Plausch ging es dann unter die Dusche. Ich war froh, die schlammigen Sachen ausziehen und mich frisch machen zu können. Danach unterhielt ich mich mit anderen Walkern noch über die richtige Nordic-Walking Technik und die Tatsache, dass einige Walkingkollegen sie leider nicht beherrschen. Und bei einer Tasse Kaffee plauderten wir noch eine Weile über kommende Wettkämpfe. Nach und nach machten wir uns dann auf den Heimweg.

Der Wettkampf war gut organisiert, die Strecke war sehr gut farblich markiert, für unterschiedliche Strecken gab es unterschiedliche Markierungen, so dass sich eigentlich keiner verlaufen konnte. Für das schlechte Wetter konnte der Veranstalter ja nichts. Gerne nächstes Jahr wieder.



Samstag, 14. März 2015

11. Donatuslauf in Erftstadt-Liblar, 08.03.2015

Februar und März scheinen für Walker eine echte Saure-Gurken-Zeit zu sein. In der näheren Umgebung von Erkelenz sind auf jeden Fall nicht sehr viele Wettkämpfe in der Zeit. Naja, wie eine Internet-Bekannte so schön schrieb: „Ist doch noch kalt!“
Aber ein Walkingkollege hat mich auf den Donatuslauf in Erftstadt aufmerksam gemacht. Und weil die Beschreibung des Laufes mir gut gefallen hat (die Strecke verläuft mit einer schönen Aussicht über den Donatussee zu ca. 40% über Asphalt, der Rest über Waldboden), bin ich hin gefahren, obwohl es nur ein 5k war.
Dank meines Navis verlief die Anfahrt problemlos. Die Ausschilderung vor Ort war leider etwas dürftig, aber da ich es mir vorher bei Google angesehen hatte, konnte ich mich ohne Schwierigkeiten orientieren. Wie immer war ich sehr zeitig dran und hatte noch reichlich Zeit, mich in Ruhe um zu sehen.
Auch bei der Startnummernausgabe lief alles glatt. Auf dem Gelände der Waldorfschule war reichlich Platz, bei der Aula fand ich dann auch die Toiletten. Allerdings waren es sage und schreibe nur zwei Toiletten für 1000 Teilnehmer samt Anhang. Auch die Helfer vor Ort wussten nicht, ob und wo es noch Möglichkeiten für einen Boxenstop in der Abteilung Badkeramik und Fliesen gäbe.
War es noch etwas trübe gewesen, als ich ankam, brach die Sonne durch, als ich meine Stöcke aus dem Auto holen ging. Schnell kletterte das Thermometer auch auf Werte jenseits der 10°C-Marke und ich zog mich um. Hier waren Shorts und T-Shirt angesagt!
Im Startbereich habe ich dann die anderen Toiletten gefunden, von denen die Helfer nichts gewusst hatten. Dort traf ich auch meine Walkingkollegen und wir plauderten etwas. Im Anschluss machte ich mich dann ein bisschen warm.
Der Startschuss für die 5k fiel pünktlich um 11:35 Uhr, 5 Minuten nach den Läufern. Da die Deutsche Meisterin im Nordic Walking auch unter den Startern war, war es von Anfang an ein sehr schneller Wettkampf. Das Anfangstempo lag bei ca. 6:50 min/km. Den ersten Kilometer konnte ich noch mithalten, dann haben sich mein Knie und meine Wade aber wieder etwas bemerkbar gemacht und ich musste das Tempo etwas drosseln. Mein Tempo pendelte sich zwischen 7,1 und 7,3 min/km ein. Ab dem 3. Kilometer habe ich angefangen die letzten Läufer zu überholen.
Das Ziel erreichte ich in 35:51 Minuten, nur 2 Minuten langsamer als die Deutsche Meisterin. Ich wurde 3. bei den Herren und Zweiter in meiner Altersklasse (ab diesem Jahr M50). Bei der Siegerehrung in der Aula bekam ich als Preis einen Gutschein für eine Sportgeschäfts-Kette.
In der Aula gab es Kaffee, Kuchen und herzhafte Snacks zu sehr zivilen Preisen. Und so wartete ich zusammen mit mir schon gut bekannten Walkingkollegen bei Kaffee und Kuchen und schönen Gesprächen über kommende Wettkämpfe und die DM auf die Siegerehrung.
Zwei Kollegen habe ich mit meiner Vorfreude auf die DM in Roding angesteckt: sie haben den Wettkampf in ihren Laufkalender fest aufgenommen und wir haben uns für dort „verabredet“.

Insgesamt ein sehr schöner Lauf mit schöner Strecke. Alles war gut organisiert und es war reichlich Platz vorhanden. Die Strecke war sehr gut ausgeschildert und an wichtigen Punkten waren Ordner vorhanden. Eine nette Idee war die Band kurz vor dem Ziel (kurz nach der Marke „Kilometer 9“). Die Musiker haben einen noch mal so richtig angefeuert. Der einzige Kritikpunkt ist, dass für Ortsunkundige der Weg zum Parkplatz und vom Parkplatz zum Veranstaltungsort nicht leicht zu finden war. Auch die Toiletten vor Ort sollten besser ausgeschildert werden. Aber trotzdem: gerne nächstes Jahr wieder!

Sonntag, 18. Januar 2015

8. Waldwalking am 17.01.15 in Nettetal-Hinsbeck

Da mir der 7. Waldwalking-Tag im vergangenen Jahr so gut gefallen hat, stand auch dieses Jahr "Waldwalking" in Nettetal-Hinsbeck auf meinem Terminkalender. Für den 17. Januar war gutes Wetter angesagt, also konnte mich nichts aufhalten. Und so fuhr ich am Samstag morgen nach Hinsbeck. Die Fahrt ging reibungslos und da ich mich sehr früh auf den Weg gemacht hatte, war ich auch mehr als zeitig vor Ort. Diese Zeit nutzte ich, um mich umzusehen und Flyer für die DM in Roding auszulegen.

Die Startnummernausgabe verlief reibungslos wie immer. Langsam kamen auch die anderen Walker an und ich konnte das ein oder andere bekannte Gesicht ausmachen. Wir begrüßten uns freundlich und führten einige interessante Gespräche. Das Einzugsgebiet dieses Waldwalkings ist enorm. Es reicht von der Eifel über Aachen bis zum Köln/Düsseldorfer Gebiet.
Ca. 30 Minuten vor dem Start hatte sich dann auch der Nebel aufgelöst und es kam die Sonne durch. Es war mit ca. 1°C zwar kalt, aber ich war gut vorbereitet. "Zwiebellook mit Shorts und Jacke" hieß meine Devise. Unter meinen kurzen Laufhosen trug ich Thermo-Kompressionskleidung.

Nachdem ich mich etwas aufgewärmt hatte, fiel pünktlich um 11 Uhr der Startschuss. Leider waren auch wieder mindestens drei "Walker-Läufer" am Start. Einige der vorderen Walker haben ihnen allerdings eindeutig ihre Meinung gesagt.
Und so machten wir uns nach dem Startschuss auf die mir aus dem Vorjahr bereits bekannte Strecke. Das Anfangstempo war sehr hoch zwischen 6,9 und 7,1 min/km und wir kamen gut vorwärts. An zwei Stellen war es auf dem Asphalt etwas glatt, aber da zeichneten sich die vor mir liegenden Walker zur eindeutig sportliches Verhalten aus: sie warnten die Nachfolgenden und so kamen wir alle (soweit ich weiß) unbeschadet durch.
Als es das erste Mal durch den Wald auf die Hinsbecker Höhen hinauf ging konnte ich wie immer etwas Boden gut machen und zwei vor mir liegende Walker überholen. Sehr gefreut hat mich, dass offensichtlich ein Leser dieses Blogs unter den Teilnehmern war. Er hatte mir eröffnet, dass er aufgrund meines Berichtes vom vergangenen Jahr auf den Walk aufmerksam wurde und sich deshalb angemeldet hatte.
Als ich die Höhe erreicht hatte lichtete sich das Feld merklich, die meisten bogen zum Zieleinlauf der 6km ab. Wir anderen machten uns auf die zweite Runde, denn der Waldwalking-Wettkampf ist über die unübliche Distanz von 12 Kilometern. Am Anfang der zweiten Runde kam dann auch der Wasserstand, der mir zu dem Zeitpunkt aufgrund mittlerweile steigender Temperaturen auch sehr willkommen war. Ich konnte nur noch einen Nordic-Walker vor mir sehen, den ich zuvor an einer Engstelle vorbeigelassen hatte. Er hatte allerdings ca. 200 bis 300 Meter Vorsprung, so dass ich ihn nicht einholen konnten. Wir hatten auf der zweiten Runde ungefähr das gleiche Tempo. So versuchte ich mein Tempo zu halten um unter die 1:30h zu kommen.
Beim Zieleinlauf hatte ich auf meiner Uhr eine Zeit von knapp 1:30h, damit war ich der zweite Nordic-Walker im Ziel. Vor mir war noch ein Nordic Walker eingelaufen und ein Walker (der wurde aber getrennt gewertet, außerdem war es der oben erwähnte Walk-Läufer). Mein amtliche Endzeit lautet 1:29:45h, damit habe ich mein Ziel erreicht, die 90 Minuten-Marke zu unterbieten.
Ich war zufrieden und holte mir am Verpflegungsstand im Ziel einen warmen Tee. Außerdem gab es Äpfel und Bananen, was von einem örtlichen Lebensmittelhändler zur Verfügung gestellt wurde.
In geselliger Runde unterhielten wir uns noch über die "Walker-Läufer", die wir aber geschlossen ignorierten - mit ihnen sprach keiner von uns. Gemeinsam nahmen wir auch noch den einen oder anderen Zieleinläufer in Empfang und dann gingen wir zusammen in die nahe gelegene Jugendherberge. Dort war schon jede Menge Trubel - zusätzlich zu den Hausgästen der "JuHe" waren auch die ersten Läufer für die Kinder- und Jugendläufe angekommen. Und so unterhielten wir uns noch einige Zeit bei einer Tasse Kaffee und machten uns dann nacheinander auf den jeweiligen Heimweg. Mit einem Teilnehmer habe ich mich zu DM in Roding "verabredet" - mal sehen, ob es so klappt, wie wir es uns vorstellen.

Von meiner Seite an dieser Stelle wieder ein großes Lob und ein dickes Dankeschön an den VFL-Hinsbeck und alle Helfer. Die Strecke war gut markiert und an allen kritischen Stellen standen Streckenposten. So konnte sich niemand verlaufen und alle haben ins Ziel gefunden. Einer meiner Vorschläge vom letzten Jahr wurde auch umgesetzt: es gibt jetzt getrennte Zieleinlauflisten für  Walker und Nordic-Walker. Herzlichen Dank dafür auch an Frau Heydhausen für die Umsetzung und das nette Gespräch. Schön wars und - Bis im nächsten Jahr!

Montag, 8. Dezember 2014

A walk in the park...

In meiner Jugend war eines (neben vielem anderen natürlich) Pflicht: Kirchgang an den "hohen Feiertagen" Ostern und Weihnachten. Nachdem ich in der Kindheit jeden Sonntag zur Kinderkirche gegangen war, zur Jungschar, und dann auch während der Konfirmandenzeit die meisten Kirchbesuche aufweisen konnte, war ich ja mit 21 Jahren aus dem Verein ausgetreten. Danach gestaltete sich mein Verhältnis zu Glauben und Kirche auf freiwilliger Basis und sieht heute so aus, dass ich im Gedenken an mir liebe Verstorbene gerne in St Paul's in London ein stilles Gebet spreche oder im Dom zu Köln oder Aachen eine Kerze anzünde. Und ich besuche auch gerne Mitternachtsgottesdienste zu Heilig Abend. Aber das wars auch.
Aber ein Krippenspiel, das wollte ich mir doch mal wieder eines anschauen. Schon seit Jahren. Seit ich in Erkelenz wohne, hatte ich das schon geplant. Und dieses Jahr war es soweit.
Am 2. Advent fuhren Walter und ich nach Schloss Dyck. Auf dem wunderschönen Gelände, das wir ja schon von der dortigen Lauf-Veranstaltung kannten, wurde zur Schlossweihnacht eingeladen. Schade, dass kein Schnee lag. So verkam der Weihnachtsmarkt mehr zum Kunsthandwerkermarkt, aber dafür kann ja keiner etwas.
Und dennoch zog die Veranstaltung uns vom ersten Stand an in ihren Bann. Kunsthandwerk von Filz bis Marmelade, von Senf bis Drechselware - eigentlich war für jeden etwas dabei. Dazu flanierten Engel und ein Nikolaus (stilecht in Gold, nicht in rot!) über das weitläufige Gelände und verteilten Äpfel, Birnen und Bonbons an Kinder und manchmal auch an brav aussehende Erwachsene. Naja, Walter bekam auf jeden Fall einen leckeren Apfel von der Obstplantage.
Nach der zweiten Tasse Kaffee bei 6°C wurde es dann Mittag, Zeit fürs Krippenspiel. Der Treffpunkt war am Wassergraben und als wir ankamen waren auch schon jede Menge Familien mit Kindern vor Ort. Zum Auftakt lud der Herold die Anwesenden ein, ihn auf einen Spaziergang durch die Weihnachtsgeschichte zu begleiten. Eine kleine Runde durch den Park entlang mehrerer Schauplätze der Geschichte der Geburt Jesu.
Die Geschichte an sich ist ja alt bekannt. Allerdings wurde sie gekonnt, launig und vor allem Kind gerecht dargebracht. So traf an der ersten Station der Herold auf Jesus und die hoch schwangere Maria. Er konzentrierte sich im Gespräch sehr modern auf das Wichtigste: Wo übernachtet ihr? Wieso reist ihr überhaupt so weit, wo ihr doch demnächst euer Kind erwartet? Und überhaupt: was schert uns die Volkszählung, Hauptsache, das Kind kommt gesund zur Welt!
Vorbei am Engel des Herrn, der in einer Baumkrone erschien, den heiligen Drei Königen ging es weiter bis zu Bethlehems Stall, in dem Maria und Josef glücklich ihr Baby in der Krippe betüddelten. Ich hatte ein bisschen Pipi in den Augen, als dort dann "Ihr Kinderlein kommet" gesungen wurde. Und, schön oder nicht - ich habe mitgesungen!
Knapp eine halbe Stunde dauerte der Krippenspiel-Spaziergang. Und er hat sich absolut gelohnt. Die Darsteller legten eine große Begeisterung an den Tag und das griff auf die Zuschauer über. Die zahlreichen Kinder, die mit auf dem Spaziergang waren, waren gebannt vom Schauspiel, so dass keines gequengelt oder geweint hat. Es war einfach, um es mit einem Wort zu sagen: SCHÖN.
Zwar ist der Eintritt mit 12 Euro nicht gerade ein Schnäppchen. Aber es war seinen Preis wert. Außerdem bekamen wir von einem Engel außer dem leckeren Apfel noch Gutscheine für heißen Apfelpunsch von Äpfeln von der eigenen Plantage, bei dessen Einlösung man auch die dort angebauten Äpfel und Birnen probieren konnte.
Alles in allem auf jeden Fall ein schöner Ausflug - nächstes Jahr bestimmt wieder. Vielleicht dann auch mit Schnee, wer weiß?

Dienstag, 2. Dezember 2014

20. Mondorfer Weihnachtslauf, 30.11.14

Eigentlich sind mir ja knappe über 90 km einfache Strecke für einen 10k Wettkampf zu weit. Mein Walkingfreund bot mir an mich mitzunehmen. Er war vorgemeldet, konnte aber verletzungsbedingt nicht starten. So fuhr ich mit der Bahn am frühen Sonntag Morgen zum vereinbarten Treffpunkt und wir fuhren gemeinsam nach Niederkassel-Mondorf. Die Anfahrt war gemütlich und wir hatten einige Zeit zum Plaudern. In Mondorf angekommen war auch schon ein Ordner vor Ort, der die ankommenden Starter auf die Parkplätze ein wies. Vom Parkplatz aus waren es ca. 5 min. Fußweg zur Startnummernausgabe. Die Nachmeldung und die Chipausgabe verliefen ohne Probleme. Dank ihrer guten Organisation bewältigten die Helfer den großen Andrang aber sehr souverän.
Mein Walking-Kollege und ich waren sehr zeitig dran, deshalb hatten wir noch Zeit, einen Kaffee zu trinken und andere Walker zu begrüßen die wir von anderen Wettkämpfen kannten, ich nenne sie ja gerne "die üblichen Verdächtigen".
Kurz vor dem Start hatte ich noch Zeit, mir den nahe liegenden Weihnachtsmarkt anzuschauen. Denn vor den Walkern starteten die Läufer auf zwei Distanzen, außerdem waren auch weit über 300 Bambinis und Schüler zum Wettkampf angetreten. Ich konnte also gemütlich noch mal zum Wagen gehen, meine Stöcke holen und die schnellen Schuhe anziehen. Danach fing ich an mich etwas warm zu machen.
Pünklich um 10:28 Uhr fiel der Startschuss für die Walker und ca. 30 Sekunden danach der Startschuss für die Nordic-Walker. Ich stieg mit relativ hohem Tempo ein und machte mich mit zwei anderen Nordic-Walkern daran, die knapp 70 Walker vor uns zu überholen. Es ging durch verschiedene Ortsteile zum Rhein, wo es dann auf der Wiese neben dem Rheindamm weiter ging. Nach ca. 2 km hatten wir fast alle Walker überholt. An einer Engstelle ließ ich einen gleich schnellen Nordic Walker um der Sicherheit Willen an mir vorbei ziehen. Sie war einfach zu eng, um gemeinsam an den letzten vor uns verbliebenen Walkern vorbei zu kommen.
Er setzte sich etwas ab und ich verlor ein bisschen an Tempo, sodass mich ein weiterer Nordic Walker hinter der Engstelle überholte. Aber bei ca. 2,5 km war es wie in der Danone-Werbung: irgendwann kriegen wir sie alle - ich hatte glücklich alle Walker überholt.
Über den Rhein ging es durch ein kleines Waldstück zur 1. Schleife. Kurz vor Ende der Schleife überholte ich den vor mir liegenden Nordic-Walker. Das Tempo war bis dahin sehr schnell zwischen 7 und 7,1 min/km. Der an vorderster Stelle liegende Nordic-Walker war in Sichtweite, ca. 100 bis 150m vor mir. Er wurde von einem Radfahrer des TUS Mondorf "begleitet", der uns den Weg wies. Vor der 1. Schleife befand sich ein Wasserstand, den aber bei 2°C Außentemperatur eigentlich keiner wirklich benötigte.
Nach der Schleife ging es zurück auf den Reindamm entlang in Richtung der zweiten Schleife. Dort waren 2 Stellen, an denen man auf entgegenkommende Walker treffen konnte. Aber der Weg war in der Mitte geteilt, die Absperrungen machten ein Verlaufen und Kollisionen unmöglich. Auf der zweiten Schleife begleitete uns Dudelsackmusik und so ging es mit musikalischer Motivations-Spritze auf die restlichen 1,5km in Richtung Ziel wieder in den Ort. Dort wurden wir von einer großen Zuschauermenge und dem Moderator begrüßt. Die Zuschauer erwiesen sich als sehr sportlich: sie feuerten jeden an und so freute ich mich unter Applaus über meine Endzeit von genau 1:12:00. Damit wurde ich 2. im Gesamteinlauf und 1. in der AK M45.
Alles im allen war der Lauf und alle anderen Läufe super organisiert. Meiner Meinung nach der am besten organisierte Lauf in diesem Jahr. Es waren überall Markierungen und Streckenposten vorhanden. Es konnte sich keiner verlaufen. Vor dem ersten und nach dem letzten Walker waren Fahrradfahrer. Alle Helfer waren sehr sehr freundlich und trotz der kalten Temperaturen mit großem Eifer dabei. Nach dem Lauf konnte man sich mit warmen Tee, Wasser, Fassbrause und Bananen stärken. Die Siegerehrung fand pünktlich, wie angekündigt um 12:50 Uhr statt. Es wurden alle AK Sieger geehrt, was auch eine Seltenheit bei Walkingveranstaltungen ist.
Ein sehr sehr großes Lob an den TUS Mondorf, besser kann man eine Veranstaltung dieser Art und mit diesen Anmeldeszahlen (über 1900 Anmeldungen) nicht organisieren. Mein Dank gilt auch den über 80 Helferinnen und Helfern für Ihren großartigen Einsatz. Ich bin gerne im nächsten Jahr wieder dabei und fahre dann auch gerne die 180 km!!

Dienstag, 11. November 2014

18. Rursee-Marathon-Walk, 08.11.2014

Rursee-Marathon-Walk – bislang war diese Veranstaltung immer einer der Höhepunkte meiner Walkingsaison. Eine absolute Pflichtveranstaltung. Daher fuhr ich auch in diesem Jahr, am 8.11., in die Eifel. Mit meinem Walking-Kollegen Heinz war ich fest verabredet (er wollte allerdings nicht mit walken, sondern nur als Schlachtenbummler anwesend sein). Auf der Vormelderliste hatte ich aber auch noch andere Walkingkolleginnen und –kollegen gefunden, einige davon hatte ich schon länger nicht mehr gesehen und freute mich entsprechend auf die Unterhaltungen mit ihnen.
Da Einruhr nicht direkt um die Ecke liegt, und ich wusste, dass es direkt am Start/Ziel nur wenige Parkplätze gibt, fuhr ich ziemlich früh los und war so zeitig vor Ort, dass der Aufbau noch in vollem Gange war.
Die Startnummernausgabe verlief wie immer reibungslos und es gab wieder nette Give-Aways der Sponsoren. Außerdem hatte ich Glück, meine bevorzugten Laufschuhe zu einem fantastischen Preis am Stand eines örtlichen Sportartikelhändlers zu erstehen. Bei zwei Tassen Kaffee gab es nette Unterhaltungen mit Walking-Kollegen und schnell war es auch schon Zeit, sich aufzuwärmen.
Pünktlich um 12.30 Uhr fiel der Startschuss. Die Strecke war mir ja aus den Vorjahren schon bekannt: die "kleine" Runde um den Rursee. Aber nicht nur eben am Ufer entlang und über die Staumauer. Nein, zwei Mal führt der Weg über „fiese“ Steigungen aus dem Tal hinaus und man hat stellenweise einen sehr schönen Ausblick über den See. Naja, hätte man. Wenn man nicht auf den zum Teil steinigen Weg, die Stöcke und die anderen Walker achten müsste. Also hatte ich von der Aussicht nicht wirklich viel. Ich konnte den einen oder anderen Walker überholen, der eine oder andere zog an mir vorbei.
Nach der ersten Steigung ging es über die Urftstaumauer zum ersten Getränkestand, der mir sehr willkommen war. Danach ging es ziemlich eben am Ufer entlang in Richtung Rurberg. Ich versuchte mein Tempo so gut es ging um die 7,5 min/km zu halten und mich nicht von einigen Walker-Läufern ärgern zu lassen. Meine Zwischenzeit bei 10 km war 01:14.00, damit war ich vollkommen zufrieden.
Bei Rurberg kam dann die zweite Getränkestation und die zweite sehr "gemeine" Steigung. Danach ging es wieder bergab über eine ziemlich matschige Wiese. Wie in den Jahren zuvor haben meine Waden das etwas übel gelaunt überstanden und mit leichten Krämpfen geantwortet. Ein kurzes Dehnen half aber ganz gut. Dann galt es, den Kollegen, der mich während des Dehnens überholen konnte, wieder einzuholen. Ca. 1 km vor dem Ziel warteten zwei Walkingkollegen, die verletzungsbedingt nicht starten konnten, auf mich und feuerten mich an. Im Ziel nahm mich dann wie immer auch Peter Borsdorff mit seiner Kamera und dem Spendenschuh in Empfang.
Das Ziel erreichte ich in der Zeit von 2:08:22 als 12. im Gesamteinlauf. Wenn ich die Walker-Läufer abziehe und diejenige die abgekürzt hat, wäre es wohl der 8. oder 9. Platz gewesen.
Der Lauf war wie immer gut organisiert und die Strecke ist einfach wunderschön. Leider war zum ersten Mal die Ziel-Einlauf-Liste nur nach Alphabet sortiert und nicht nach der erreichten Zeit und auch auf den Urkunden, die man sich selbst ausdrucken kann, sind keine Platzierungen vermerkt. In den Augen der Veranstalter sind die (nordic) Walker wohl eher als Wanderer, denn als Sportler zu sehen.
Wie immer befand sich der zweite Getränkestand direkt vor der letzten heftigen Steigung. Da gilt es immer, abzuwägen: nichts trinken und dann irgendwann zu dehydrieren oder sich vor dem Anstieg einen Schluck gönnen und Magenrummeln oder Seitenstiche riskieren. Beides nicht besonders angenehm. Dass es auch anders geht, beweist der Veranstalter jedes Jahr beim Lauf am Sonntag. Da ist sowohl vor als auch nach der Steigung ein Wasserstand. Wieso also nicht bei den Walkern ebenso?

Leider gibt es, wie bei vielen Veranstaltungen dieser Art reichlich Gelegenheit zu unsportlichem Verhalten. Keiner kann kontrollieren, ob die korrekte Strecke gewalkt wird, oder ob gewalkt oder gelaufen wird. Ich selbst habe mindestens 3 Walker-Läufer gesehen. Außerdem haben einige wohl (auch nach eigener Aussage) abgekürzt. Dies könnte man durch ein oder zwei Schiedsrichtern auf Fahrrädern unterbinden. Für mich ist es ein schöner Walk in schöner Umgebung, vielleicht sogar der schönste. Verpflegung war zu zivilen Preisen erhältlich. Aber dadurch, dass die Walker so stiefkindlich als Sportler zweiter Klasse behandelt werden, steht nicht nur hinter meiner Teilnahme im kommenden Jahr ein dickes Fragezeichen.


Mittwoch, 5. November 2014

42. internationaler Volkslauf in Übach-Palenberg, 02.11.2014

Zum ersten Mal seit ich an Wettkämpfen teil nehme, fielen der Volkslauf in Übach-Palenberg und der Rursee-Marathon nicht auf das selbe Wochenende. Daher konnte ich kurz entschlossen am 2.11. in Übach Palenberg starten. Die Voranmeldung per Email war problemlos und die Bestätigungsmail  kam praktisch postwendend.
Sonntag Morgen machte ich mich dann auf den Weg nach Übach-Palenberg. Mit dem Navi war der Veranstaltungsort einfach zu finden. Die Startnummernausgabe verlief reibungslos. Kurz vor dem Start ist dann auch mein Walking-Kollege eingetroffen. Gemeinsam machten wir uns ein bisschen warm.
Pünklich um 10 Uhr fiel der Startschuss. Auf dem Papier hatte die Strecke relativ einfach ausgesehen. Jaja, Papier ist halt geduldig. Denn nach ca. 1,5 km kam eine richtig "Rampe" über ca. 200 Meter Länge. Um diese zu überwinden, musste man sich schon etwas anstrengen. Der Rest der Strecke war flach und ging über asphaltierte und sehr harte Wald- und Forstwege. Als problematisch erwiesen sich die viel zu instabil gehaltenen Streckenmarkierungen. Diese waren als Papierpfeile an dünnen Stäben angebracht. Zwar gab es reichlich Pfeile (es gab ja neben dem Nordic Walking auch noch andere Disziplinen mit zum Teil anderen Strecken), aber durch den teilweise starken Wind klappten sie ein und man konnte beim besten Willen den eigenen richtigen Weg nicht mehr erkennen.
So kam es dann auch, dass ich auf der unbekannten Strecke einmal zu früh abgebogen bin und die Strecke somit für mich unbeabsichtigt etwas abkürzte.
Nach einer Schleife ging es dann den Weg zurück, dieses Mal ging es über die "Rampe" bergab  zurück zum Start. Im Ziel sagte ich dann dem Zeitnehmer sofort, dass ich ein mal zu früh abgebogen bin und er bitte 7 Minuten zu meiner Endzeit addieren solle. Trotzdem reichte meine Zeit von 51:15 Minuten zum 1. Platz über die 7,6 km Walking.
Abgesehen von der Beschilderung war der Lauf gut organisiert, alles verlief reibungslos. Die Siegerehrung war ca. eine Stunde nach dem Zieleinlauf. Allerdings führte die Strecke leider zu 100% über Asphalt. Wenn der Veranstalter im kommenden Jahr die Pfeile verstärkt (eine Möglichkeit wäre, sie einfach zu laminieren) oder vielleicht Richtungspfeile auf dem Boden aufmalt, dann wäre wahrscheinlich nicht nur mir geholfen. Ansonsten: gerne wieder.